Schock für die Betreiber der „Amlacher Speis“ in Osttirol! Drei Ganoven schlugen innerhalb weniger Stunden gleich mehrmals zu. Ein Kamerafoto, das die Betreiber in den sozialen Medien veröffentlichten, entlarvte sie.
Eigentlich wollte Betreiberin Monika Trojer vor gut zwei Wochen von Zuhause aus mit ihrem Laptop nur kontrollieren, was in ihrer „Amlacher Speis“, einem kleinen Selbstbedienungsladen, so los war. Beim Blick in die Kasse wurde sie stutzig. Obwohl Energydrinks, Eis und Chips gescannt wurden, fehlte Geld. „Das kam mir verdächtig vor“, schildert sie. Wenig später schaute sie im Laden, der seit Oktober 2022 mitten im Dorf steht, vorbei: „Da habe ich gesehen, dass jemand um 84 Euro eingekauft hat und wieder viel Geld fehlte.“
Wir haben uns das Video immer wieder angeschaut. Uns wurde dabei ganz anders, als wir gesehen haben, wie sie die Waren in die Rucksäcke eingepackt haben.
Betreiberin Monika Trojer
Im Stile eines Detektives kontrollierte sie die Kameraaufzeichnungen und machte gemeinsam mit ihrem Mann kurz darauf eine Entdeckung: „Dort waren drei junge Leute zu erkennen. Sie waren auch schon am Tag davor da. Wir haben uns das Video immer wieder angeschaut. Uns wurde dabei ganz anders, als wir gesehen haben, wie sie die Waren in die Rucksäcke eingepackt haben.“ Insgesamt betrug der Schaden über 150 Euro.
Aufruf in den sozialen Medien entlarvte die Diebe
Den Trojers war klar, dass sie sofort handeln müssen. Sie veröffentlichten in sozialen Medien ein Foto, auf denen die drei Unbekannten im Laden von oben zu sehen waren. Binnen weniger Stunden wurde der Beitrag fast 600 Mal geteilt. „Am nächsten Tag war mein Handy voll mit Nachrichten und Anrufen.“ Einer der Anrufer war ein Familienmitglied der Diebe. Bereits am Abend standen die Langfinger mit ihren Eltern bei den Betreibern vor der Tür. „Wir haben ihnen ordentlich die Leviten gelesen, weil wir dafür kein Verständnis haben und richtig sauer waren“, erzählt sie der „Krone“. Der Schaden wurde schließlich beglichen, die drei entschuldigten sich.
Es war nicht das erste Mal, dass dort was gestohlen wurde. Oft waren es Kinder. Dieser Fall war besonders dreist. Jedem Dieb wird freilich ein Hausverbot erteilt. „Mir geht es darum, dass die Leute wissen, dass sie beobachtet werden und nicht einfach etwas mitnehmen können“, sagt Trojer abschließend.
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