21.11.2011 20:35 |

Papademos in Brüssel

"Von EU verlangte Zusicherung Athens wird geliefert"

Der griechische Premier Lucas Papademos hat bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso am Montag in Brüssel bekräftigt, dass der Verbleib seines Landes in der Euro-Zone die "einzige Option" sei. Angesprochen auf die von EU, Euro-Gruppe und IWF verlangte schriftliche Zusicherung aller politischen Parteien Griechenlands für eine weitere Finanzhilfe an Athen sagte Papademos, diese werde "ohne Zweifel" folgen.

Papademos verwies darauf, dass alle Parteichefs in Griechenland, die die Regierung unterstützten, also auch die konservative Nea Dimokratia von Antonis Samaras, ihre Unterstützung bekundet hätten. "Es gibt keinen Zweifel, dass die neue Regierung diese schriftliche Zusicherung liefern wird." Einen konkreten Zeitpunkt nannte er jedoch nicht.

Barroso "voll Vertrauen"
Barroso sprach von einer "sehr ernsten Situation" für Griechenland, er sei aber "voll Vertrauen", dass Athen seine Probleme lösen könne. Die Unterstützung Griechenlands für die von der EU genannten Bedingungen für ein zweites Rettungspaket samt Privatbeteiligung sei ein wichtiges Signal für die Stabilität.

Nur wenige Stunden später gab es dann warme Worte von EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy. Er erklärte sich zu weiteren Hilfen für Griechenland bereit. Die Eurogruppe, das Gremium der Euro-Finanzminister, sollte bei ihrem nächsten Treffen am 29. November in der Lage sein, die nächste Kreditauszahlung von acht Milliarden Euro aus dem alten Hilfsprogramm an Athen freizugeben.

"Das griechische Volk hat schon viele Anstrengungen unternommen", sagte Van Rompuy. "Es muss aber noch mehr gemacht werden, um Stabilität, Vertrauen und Wachstum wiederherzustellen."

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