01.06.2023 18:00

Bildungs-Baustellen

Bundesschulsprecherin: „Babysteps“ im Schulsystem

Sie ist die Stimme für die insgesamt 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler in Österreich: Bundesschulsprecherin Flora Schmudermayer findet im TV-Interview mit Conny Winiwarter klare Worte: „Die Mühlen im Bildungssystem mahlen recht langsam.“ Dennoch gibt man nicht auf, um die „perfekte Schule“ zu kreieren. Dass in Brennpunktschulen die Bildung auf der Strecke bleibe, sei dabei lediglich „ein Stempel, den man aufdrückt“.

Im Österreichischen Schülerparlament sind unlängst sechs Anträge erarbeitet worden, die nun dem Bildungsminister persönlich präsentiert werden. Die Gesprächsbasis sei gut. „Es sind immer konstruktive Gespräche mit Entscheidungsträgern. Das, was wir beschließen, hat Gewichtung“, zeigt sich Schmudermayer zufrieden. Die Anträge rund um KI, Mental Health und Diskriminierung werden nämlich in weiterer Folge auch im Nationalrat behandelt.

Nur „Babysteps“ im Bildungsbereich
Ideen sind das eine, die Umsetzung aber eine völlig andere Sache. Konkrete Ergebnisse bzw. Verbesserungen im Bildungsbereich lassen nämlich aktuell in vielen Bereichen noch auf sich warten. „Die Mühlen im Bildungssystem mahlen recht langsam“, so die Bundesschulsprecherin. Das Schulfach Politische Bildung und Medienkunde wird beispielsweise seit 25 Jahren gefordert - bislang ohne Erfolg. Einig sind sich die Schüler jedenfalls bei ChatGPT: „Künstliche Intelligenzen gehören in die Schule.“

Bundesschulsprecherin Flora Schmudermayer gibt im Live-Talk mit Conny Winiwarter Einblicke in die Welt der insgesamt 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler. (Bild: krone.tv)
Bundesschulsprecherin Flora Schmudermayer gibt im Live-Talk mit Conny Winiwarter Einblicke in die Welt der insgesamt 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler.

„Integration geht besser“
Seit rund acht Monaten im Amt, kann Schmudermayer ihr „Key Learning“ bereits klar benennen: Es hänge alles mit der richtigen Lehrperson zusammen - Erfolg, sowie Misserfolg. Gerade in Brennpunktschulen seien Lehrkräfte aber mit viel Engagement dabei und die Schüler hochmotiviert, so die Bundesschulsprecherin. Integration gehe zwar „besser“, aber dass in Brennpunktschulen nichts weitergehe, sei „nur ein Stempel, den man aufsetzt“.

Inwiefern das Thema Gender Diversity ein Gruppenzwang ist und von welcher Partei sich die jungen Menschen am besten abgeholt fühlen, sehen Sie im Video oben.

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