Mehrere Optionen

Nach Iran-Angriff: So könnte sich Israel rächen

Ausland
17.04.2024 21:38

Nach dem massiven Angriff mit Raketen und Drohnen aus dem Iran droht die israelische Regierung nun mit zeitnaher Vergeltung. „Der Iran hat den Modus operandi, die bisherigen Spielregeln, geändert“, sagt Oberstleutnant Christoph Göd im krone.tv-Talk. Optionen für mögliche Gegenschläge gäbe es einige. Dennoch könnten beide Seiten den Angriff als Erfolg verkaufen.

Die Iraner seien ein kalkuliertes Risiko eingegangen, so der Oberstleutnant. „Der Angriff war sicher nicht dahingehend konzipiert, dass er fehlschlägt.“ Man habe demnach nicht damit gerechnet, dass die Abfangquote so hoch war, wie sie tatsächlich war. 99 Prozent der Drohnen und Raketen wurden von Verbündeten abgefangen.

Abschreckungspotential notwendig
Eigentlich könnten beide Seiten den Angriff als Erfolg verkaufen, sagt Göd. „Der Iran kann zeigen, sie haben sich für den Angriff in Damaskus gerächt. Und die Israelis könnten eigentlich genauso sagen, sie haben hier einen Erfolg erzielt, indem sie so viel abgefangen haben.“ Dennoch sei es wichtig, auf der Seite Israels ein sogenanntes Abschreckungspotenzial gegenüber dem Iran herzustellen, um weitere Angriffe in Zukunft zu verhindern. Hier gäbe es mehrere Möglichkeiten.

Oberstleutnant Christoph Göd (Bild: krone.tv)
Oberstleutnant Christoph Göd

Angriff auf militärische Einrichtungen
Am oberen Spektrum der Eskalation wäre ein direkter Angriff auf iranisches Territorium, etwa auf Atomanlagen. „Das wäre allerdings ein sehr komplexer Angriff, der die Unterstützung einerseits der USA, aber auch von Drittstaaten, wenn es um die Überflugsrechte geht, benötigt.“ Dieser Fall sei aber eher unwahrscheinlich, da die USA öffentlich gesagt hat, dass sie das verwehrt. „Was als Ziel bleibt, wären also militärische Einrichtungen wie zum Beispiel der Revolutionsgarden oder Einrichtungen der Armee oder der Marinestreitkräfte.“

Im mittleren Spektrum werden Angriffe auf Vertreter des Irans, die sogenannten Proxies gesehen. Das können etwa Stellvertreter wie die Hisbollah im Libanon oder Kräfte in Syrien und im Irak sein. „Sozusagen die revolutionären Kräfte der Revolutionären Garden, die dort stationiert sind.“ Im unteren Spektrum sieht der Experte Maßnahmen im Bereich der Cyberangriffe gegen den Iran oder auch Maßnahmen der Desinformation bzw. der Destabilisierung des Regimes durch Unterstützung der Opposition. 

Weitere Details, etwa, ob sich der Iran einen Krieg mit Israel leisten könne und welche „geheime“ Waffe das Land verfügen könne, sehen Sie im Video oben!

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