Sparefroh

Präsident Obama treibt Beamten den "Swag" aus

Ausland
09.11.2011 22:20
Im Kampf gegen die schwere US-Schuldenkrise geht Präsident Barack Obama nun ans Eingemachte. Mit einem am Mittwoch unterzeichneten Erlass will er dem "Swag"-Treiben (das Akronym steht für "something we all get") seiner Beamten ein Ende bereiten. Die Bundesbehörden sollen demnach bei "überflüssigen" Werbematerialien sparen, darunter Andenken oder mit dem jeweiligen Amtslogo verzierte Kleidungsstücke.

Obamas Erlass "solle die Behörden dazu veranlassen, das Geld der Steuerzahler für nicht wesentliche Werbezwecke zu verwenden wie etwa Kleidung, Tassen und nicht arbeitsbezogene Gadgets", hieß es im Weißen Haus. Zudem sollen die Bundesbeamten weniger Papier verwenden und Dokumente lieber elektronisch versenden als auszudrucken.

Videokonferenzen statt Reisen
Geht es nach Obama, bekommen Mitarbeiter künftig auch nur noch dann Handys, Smartphones und Laptops, wenn sie wirklich außerhalb ihres Büros arbeiten müssen. Auch die eine oder andere Reise müsse künftig durch Video- oder Telefonkonferenzen ersetzt werden, heißt es in dem dreiseitigen Papier. Wie viel Geld diese Maßnahmen einsparen sollen, bezifferte das Weiße Haus jedoch nicht.

Schuldenabbau trotz Blockade-Republikanern
Der Erlass ist Teil von Obamas "Wir können nicht warten"-Kampagne - eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft, ohne dass der Kongress Gesetze dazu verabschieden muss. Zugleich will der Präsident wohl auch in Hinblick auf das bevorstehende Wahljahr beweisen, trotz der Blockade vieler seiner Vorschläge durch die Republikaner erfolgreich am Schuldenabbau des Landes zu arbeiten. Die USA stehen derzeit mit 14,9 Billionen Dollar (elf Billionen Euro) in der Kreide.

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