Der Unmut über ein geplantes Großprojekt im Osttiroler Sillian ist bei den Gegnern groß. Eine Petition soll den „Wahnsinn und das Greenwashing“ veranschaulichen und zum Umdenken anregen. Die Zahl der Unterstützer wächst stetig.
Anfang April – die „Krone“ berichtete – gaben die Schultz Gruppe in Osttirol und die Hochgruben Seilbahnen aus Südtirol bekannt, Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Skilift Sillian-Sexten eingereicht zu haben. Baustart des 60 Mio. Euro teuren Projektes soll 2024 sein.
Erzürnt darüber zeigte sich Gert Schreinlechner. Der Kärntner lebt seit Jahren in Osttirol und ortet neben der Naturzerstörung ein zweites Problem: „Der zusätzliche Verkehr flutet im Winter viel stärker an neuralgischen Punkten.“
Profiteure seien laut einer Studie nur die Betreiber. Deshalb startete er eine Petition dagegen. Unterstützung erhält er vom Verein Osttirol Natur. „Nach der ersten Einreichung war klar, dass das von der Naturzerstörung her ein Wahnsinn ist!“, schildert Obfrau Renate Hölzl. Mit ins Boot holte man auch den Österreichischen und Südtiroler Alpenverein. Rund 1700 Unterstützer gibt es bereits. Die Ausgleichsmaßnahmen (PV-Anlagen oder 170.000 Jungbäume) seien „nur Greenwashing“, da auch Tiere ihren Lebensraum verlieren würden.
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