Ein technischer Defekt zwang einen Railjet Dienstagnacht zu einem unfreiwilligen Zwischenstopp. Die Passagiere mussten stundenlang im Inneren ausharren. Kurz vor der Evakuierung ging es per Hilfslok Richtung Bahnhof St. Pölten weiter.
Plötzlich ging nichts mehr. Ein Railjet blieb Dienstagnacht bei Ratzersdorf auf offener Strecke liegen. Ein technischer Defekt hatte den Zugführer zu dem ungeplanten Halt gezwungen. Damit waren rund 200 Menschen stundenlang gestrandet. Ohne Möglichkeit, zu entkommen. Besonders bitter: Der Zug befand sich nur wenige Minuten vom nächsten Bahnsteig entfernt.
„Wir sind einfach stehen geblieben“
„Wir sind einfach stehen geblieben. Dann kam eine Durchsage, dass sich die Weiterfahrt um etwa zehn Minuten verzögert“, schildert Christine W. aus dem Raum St. Pölten. Daraus wurden schlussendlich knapp drei Stunden.
So wie die leidenschaftliche Zugfahrerin war auch eine Schulklasse gerade auf der Heimfahrt von einem Theaterbesuch in Wien. Im Inneren herrschte zumindest bei den Schaffnern hektische Betriebsamkeit. Notbeleuchtung, keine Klimaanlage und Bereitmachen für eine Evakuierung durch die Feuerwehr. Doch dann passierte nichts.
Die Passagiere haben allesamt sehr diszipliniert ausgeharrt. Bis auf die Raucher, die haben die Neven verloren.
Zugpassagierin Christine W.
Kleine Entschädigung
„Aufgrund einer technischen Störung blieb der Railjet Dienstagnacht auf der Weststrecke beim Knoten Wagram liegen“, heißt es vonseiten der ÖBB. Doch noch vor der geplanten Evakuierung traf die Hilfslok ein, die Fahrt wurde fortgesetzt. Die Leidgeplagten erhalten nun jeweils acht Euro als Entschädigung.
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