Um den aktuellen Bestand ihrer grünen Riesen zu sichern, will die Stadtgemeinde ihre Mitarbeiter noch mehr sensibilisieren. Ein Vortrag eines Baumexperten und bereits umgesetzte Maßnahmen tragen ihren Teil dazu bei.
Was passiert, wenn Bäume bei Bauarbeiten beschädigt werden? Diese und weitere Fragen beantwortete der Baumsachverständige Christian Roither Mitarbeitern und Interessierten der Stadt Lienz. Trotz gut gemeinter Schutzmaßnahmen werden immer wieder Fehler gemacht, die zumeist unterirdische Auswirkungen haben: „Wurzeln gehen weit über die Krone hinaus und reichen nicht so tief, wie wir glauben.“ Werden 40 Prozent dieser Wurzeln verletzt, ist der Baum ein „Totalschaden“. Die Folgen sieht man oft erst 20 Jahre später. Roither fasst es vereinfacht zusammen: „Wo gebaut wird, da sterben Bäume.“
Auch Bäume haben einen Wert und teilweise kommt man bei großen und gesunden auf 20.000 bis 40.000 Euro.
Baumsachverständiger Christian Roither
Schwammstadt als Weg der Zukunft angestrebt
Um die grünen Riesen zu erhalten, hat man in Lienz vor einiger Zeit Maßnahmen getroffen: „Vor allem geht es um den Wurzelschutz“, betont Stadtchefin Elisabeth Blanik (SPÖ). Deshalb will man auf das Prinzip der Schwammstadt setzen. Dabei wird Wasser gezielt zu den Bäumen gebracht und beim Setzen neuer Gewächse geachtet, dass Wurzeln nicht in Richtung Kabel oder Leitungen wachsen.
Muss man Bäume entfernen, fällt nicht nur ihre Funktion als natürliche Klimaanlage und Sauerstoffproduzent weg, sondern es entsteht auch ein finanzieller Schaden, wie Roither weiß: „Auch Bäume haben einen Wert und teilweise kommt man bei großen und gesunden auf 20.000 bis 40.000 Euro.“
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