Zum Start der Europäischen Impfwoche ruft die NÖ-Landespolitik jetzt mit Experten wegen rückläufiger Werte zum Immunisieren auf.
Schwindel, Schmerzen an der Einstichstelle und Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten – und in der Regel aber stets harmlosen Impfreaktionen. Kopfzerbrechen rufen in der Politik nun indes die rückläufigen Impfzahlen hervor. Durch die Corona-Pandemie sind im Jahr 2021 in Niederösterreich etwa um fast neun Prozent weniger Kinderimpfungen dokumentiert worden als im Jahr 2020.
Experten, Ärzte und Apotheker mobilisieren
Die Durchimpfungsrate bei den Polioimpfungen sei laut Angaben der Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig derzeit etwa rückläufig. Dies sei laut der Landesrätin auch deshalb „besorgniserregend, da auch Säuglinge dadurch gefährdet werden.“ Ebenso rückläufig ist die Zahl der Masernimpfungen bei Niederösterreichs Kindern – 113 bestätigte Fälle gab es heuer bereits in Österreich.
Im Rahmen der Europäischen Impfwoche ruft Königsberger-Ludwig gemeinsam mit Karl Zwiauer, Mitglied des Nationalen Impfgremiums und der stellvertretenden Sanitätsdirektorin Regina Klenk zum Immunisieren auf. Besonders Ärzte sowie Apotheker sollen in ihren Beratungsgesprächen darauf aufmerksam machen.
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass die Impfung ein präventivmedizinisches Instrument ist. Rund 15 Millionen Todesfälle wurden weltweit verhindert.
Professor Karl Zwiauer, Mitglied des Nationalen Impfgremiums
Alle wichtigen Impfungen seien laut der Landesrätin im kostenfreien Kinderimpfprogramm enthalten, die Eltern sollten ihren persönlichen Impfstatus und den Impfstatus ihrer Kinder überprüfen lassen. Bis zum 21. Lebensjahr kostenfrei ist die gegen Krebs wirksame HPV-Impfung. „Diese ist eine sehr zentrale Impfung, die gegen Krebs wirkt. In Österreich verzeichnet man jährlich rund 400 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs“, schildert Klenk.
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