„Lasst ihn noch einmal um die Welt reisen“, bitten seine Freunde auf sozialen Medien - der Unfalltod eines 23-jährigen Weststeirers macht fassungslos.
Wenn man hier, nur kurze Zeit später, steht, an diesem sonnigen Tag, an dem die Vögel zwitschern, alles irgendwie friedlich scheint - da kann man es gar nicht glauben, will man es gar nicht wahrhaben. Dass hier nur wenige Stunden zuvor jemand sein Leben lassen musste. Ein ganz junger Mann. „Ruhe in Frieden“, posten seine Freunde auf Facebook, und „kaum zu glauben“.
Kerzen flackern im Gedenken an den 23-Jährigen. Vor der Hauskante, die mit Plastik abgedeckt ist. Bis zu zwei Meter hoch ziehen sich die Spuren des tödlichen Unfalls in der Nacht von Montag auf Dienstag.
Was diesen ausgelöst hat, ist noch immer unklar. „Das Auto muss die Schilder und die Ortstafel gestreift haben, danach etwas abgehoben und dann direkt in die Hauskante gefahren sein“, schildert Martin Garber, einer der Feuerwehrmänner, die nachts sofort vor Ort waren.
Jede Hilfe kam zu spät
Und der trotz allem, was er in 26 Florianijahren schon gesehen hat, noch immer mitgenommen ist: „Ein Unfall, bei dem ein so junges Leben ausgelöscht wird, das erschüttert einen sehr. Vor allem, wenn man alles in seiner Macht Stehende tut - und dennoch machtlos ist.“ Der junge Mann, dessen Auto quasi selbst über den Crash-Sensor Alarm ausgelöst hatte, konnte nur noch mit der Bergeschere aus dem schwer demolierten Fahrzeug geschnitten werden. Obwohl einer der Feuerwehrleute Arzt ist, sofort alle Schritte eingeleitet wurden, gab es leider keine Rettung mehr.
Die Familie hat viel zu tragen. Erst vor kurzer Zeit ist ein Mitglied gestorben, jetzt der junge Mann. Unser tiefstes Beileid.
Bürgermeister Franz Silly
Noch das ganze Leben vor sich
„Wir alle fühlen mit der Familie, sprechen ihr unser tiefes Beileid aus“, sagt der Bürgermeister der Heimatgemeinde des Toten, Franz Silly. „Ich kannte den jungen Mann, der noch nicht so lang hier wohnt, nur vom Sehen, das ändert aber nichts an der Betroffenheit.“
Der junge Mann, Tierfreund, Autofan, hatte sein Leben noch vor sich - stattdessen ließ er es nur wenige Kilometer von seinem Haus entfernt. Eine Tragödie, für die es keine Worte gibt.
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