Harter Schlag

Nach Megahitze Ernteausfälle von bis zu 50 Prozent

Österreich
16.10.2026 07:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

Hitze und Trockenheit haben neben dem Acker- und Weinbau auch die Obst- und Gemüsebauern hart getroffen. Im Obstbau wird mit rund 30 Prozent weniger Ernte gerechnet. Noch stärker trifft es den Gemüsebau: Dort dürfte die Ernte im Durchschnitt um 40 Prozent geringer ausfallen. Bei einzelnen Kulturen wie Chinakohl und Kraut drohen Einbußen von bis zu 50 Prozent.

Bei Zwiebeln und Karotten liegen die Ertragseinbußen laut den Bauernvertretern bei rund 25 Prozent. Bei Salaten und Kohlgemüse seien die hohen Ausfälle des Sommers durch „gute Erträge“ im Herbst teilweise kompensiert worden. „Schwierig, aber etwas besser, als befürchtet“ sei die Ertragssituation im Gemüsebau unter Glas und Folie, hieß es vom Branchenverband für Obst und Gemüse.

Klima und Bewässerung können im geschützten Gemüseanbau gezielter gesteuert werden, doch bei Temperaturen über 30 Grad stellen die Pflanzen ihr Wachstum ein. Bei Gurken, Paprika und Melanzani seien die hitzebedingten Ausfälle im Herbst teils ausgeglichen worden. 

Im Obstbau wird mit rund 30 Prozent weniger Ernte gerechnet.
Im Obstbau wird mit rund 30 Prozent weniger Ernte gerechnet.(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Rund ein Drittel weniger Äpfel
In der Steiermark wird heuer mit einer Apfelernte in Höhe von rund 90.000 Tonnen gerechnet, österreichweit mit etwa 130.000 Tonnen. Damit wird die Apfelernte laut aktueller Prognose rund 35 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. „Die heurige Ernte zeigt deutlich, wie stark die Obst- und Gemüseproduktion unter den Auswirkungen des Klimawandels leidet“, so Landwirtschaftskammer-Österreich-Chef Moosbrugger. Wasser werde „immer mehr zur Schlüsselfrage für unsere Lebensmittelproduktion“.

Ein „Sorgenkind“ der Landwirtschaftsbranche ist der Bereich Tiefkühlgemüse. Laut Schätzungen ist das niederösterreichische Ardo-Tiefkühlwerk, das im Sommer 2027 geschlossen werden soll, für 80 Prozent der heimischen Tiefkühlgemüseproduktion verantwortlich. Rund 500 Gemüsebauern sind Zulieferer für das Werk. Die geplante Ardo-Schließung hat bereits unmittelbare Auswirkungen auf die Landwirtschaft im Marchfeld.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung