Sie liebte den falschen Mann, fand der Angeklagte (19). Er suchte mit Freunden die Aussprache - und schlug brutal zu. Wegen der Gewalttat mussten sich am Donnerstag fünf Salzburger im Landesgericht verantworten.
Auf den ersten Blick sieht es wie eine „wilde Geschichte“ aus, meint Verteidiger Robert Morianz beim Prozess am Donnerstag im Salzburger Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes: Fünf Salzburgern zwischen 19 und 24 Jahren – vier arbeiten, einer geht noch zur Schule – wirft die Staatsanwältin mehrfache absichtlich schwere Körperverletzung vor. Sie alle sollen, bewaffnet mit Golf- und Baseballschläger, eine andere Gruppe von Männern attackiert haben.
Die Schuldfrage sei klar, findet selbst Morianz: Der Hauptangeklagte sei an jenem 23. August in Straßwalchen „explodiert“ und habe mehrmals mit dem Sportgerät auf seinen im Auto sitzenden Kontrahenten eingedroschen. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen, verlor für mehrere Minuten das Bewusstsein. Die anderen Angeklagten seien dagegen „blöd in die Geschichte hinein geraten“, formuliert Morianz.
Prozess wird am Freitag fortgesetzt
Hintergrund des ganzen Vorfalls war die Beziehung der Schwester des Hauptangeklagten. Weil sie aus der Sicht ihres Bruders den Falschen liebte: „Es ging um türkisch- und kurdisch-stämmige Leute, deshalb war die Beziehung ein Problem.“ Aus diesem Grund suchte der 19-Jährige die Aussprache – letztlich eskalierte die Situation.
Wer nun wofür strafrechtlich verantwortlich ist, muss das Landesgericht klären. Noch am Donnerstag wurden Zeugen gehört. Am Freitag wird der Prozess fortgesetzt.
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