Mo, 17. Dezember 2018

7,5 Millionen Schaden

27.09.2011 12:43

Treibstoff-Betrug im großen Stil: Acht Männer verhaftet

Eine Gruppe von Treibstoff-Betrügern ist den heimischen Zollfahndern ins Netz gegangen. Acht Verdächtige aus Salzburg und Oberösterreich sollen 20 Millionen Liter Diesel-Schmieröl-Gemisch aus der Slowakei importiert und in Österreich als reinen Dieselkraftstoff verkauft haben. Laut Behörden wurden so mehr als 7,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen. Einer der Verdächtigen hat bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Neben dem Steuerbetrug ist es wegen der mangelnden Qualität des Treibstoffs auch zu Motorschäden an mehreren Fahrzeugen gekommen, berichtet das Zollamt Linz-Wels. Die importierte Menge entspricht rund 350.000 Pkw-Tankfüllungen, der Wert des Gemischs wird mit 32 Millionen Euro beziffert.

Die Verdächtigen hatten von Jänner 2010 bis März dieses Jahres über ein Firmengeflecht in Oberösterreich und Salzburg die Einkäufe abgewickelt. Das steuerbefreite sogenannte Basisöl - eine Mischung aus Diesel- und Schmieröl - brachten sie nach Österreich und verkauften es hier an Endkunden als Dieseltreibstoff.

Frachtbriefe und Firmenstempel gefälscht
Nach umfangreichen Erhebungen, Einvernahmen und Hausdurchsuchungen standen für die Linzer Zollfahnder die Zusammenhänge zwischen real existierenden Unternehmen und Scheinfirmen fest. Die Hinterziehung von Mineralölsteuer sollte durch vorgetäuschte Lieferungen und Scheinrechnungen in Verbindung mit Fälschungen von Frachtbriefen und Firmenstempeln verschleiert werden.

Tatsächlich wurde das Öl aus der Slowakei zum Teil in ein angemietetes Tanklager gebracht und später weiterverkauft. Die Täter pumpten das Gemisch auch direkt von den ausländischen in österreichische Transportfahrzeuge um, dann wechselte es den Besitzer.

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