Im März 1945 wurden in Rechnitz 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter ermordet. Seit 30 Jahren mahnt der Verein Refugius die Erinnerung ein
Bei der Jubiläums-Gedenkfeier inklusive Kranzniederlegung traf man sich schon vorab beim Kreuzstadl in Rechnitz. Das ehemalige Wirtschaftsgebäude steht für das Gedenken an die Opfer des Südostwallbaus. In der Nacht auf den 25. März 1945 wurden in der Nähe des Kreuzstadls 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter ermordet. Trotz intensiver Suche konnten die Grabstellen bis zum heutigen Tag nicht gefunden werden.
Landesrat mahnt Wachsamkeit ein
„Wir dürfen es nicht nur bei pflichtgemäßen Betroffenheitsritualen belassen“, sagte Landesrat Leonhard Schneemann. „Wir haben als Gesellschaft die Verantwortung, immer und überall wachsam zu sein und jeglichen autoritären und antidemokratischen Tendenzen sowie jeder Form von extremistischem und fundamentalistischem Gedankengut entschieden entgegenzutreten.“
Buchpräsentation
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde das Buch „Wir werden uns der Aufgabe nicht entziehen“ präsentiert. Darin wird auch die Geschichte von Refugius erzählt, jenem Verein, der sich seit 30 Jahren bemüht, die Gräuel der Naziherrschaft in Erinnerung zu halten – um zu verhindern, dass Gleiches oder Ähnliches erneut geschieht. Als Vorsitzende des Vereins achten Paul Gulda, Ludwig Popper und Christine Teuschler darauf, dass das Gedenken an die in Rechnitz ums Leben Gekommenen nicht in Vergessenheit gerät.
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