Am Landesfeiertag wandte sich Landeshauptmann Christopher Drexler (ÖVP) mit zahlreichen politischen Forderungen und Bekenntnissen an die Steirer und skizzierte sein Bild von der Zukunft des Bundeslandes: Von Föderalismus über Pflege-Debatte bis hin zum Autobahn-Ausbau.
Mehr als eine Stunde lang führte Drexler in der Alten Aula der Universität Graz seine Vorstellungen für die Zukunft der Steiermark aus. Nach einem Bekenntnis zum Föderalismus stellte der Landeshauptmann zunächst den Klimaschutz in den Fokus: „Wir sind uns völlig bewusst, dass die Steiermark den Klimawandel nicht im Alleingang stoppen wird. Doch wir können auch im globalen Kontext etwas beitragen, unsere Umwelt, unsere steirischen Naturlandschaften, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Und diesen Beitrag leisten wir.“
Der Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte muss weiter deutlich erleichtert werden.
Landeshauptmann Christopher Drexler (ÖVP)
Beim Thema Arbeitskräftemangel forderte Drexler: „Der Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte muss weiter deutlich erleichtert werden. Legale Migration für diejenigen die wir brauchen erleichtern - illegale Migration und insbesondere das kriminelle Schlepperunwesen mit aller Konsequenz bekämpfen.“ Gleichzeitig sprach er sich klar gegen eine generelle Arbeitszeitverkürzung aus.
Viele Baustellen im Verkehr
Sehr konkret wurde Drexler beim Verkehr: Er forderte eine Haltestelle der Koralmbahn beim Flughafen Graz und einen dreispurigen Ausbau der A9 südlich von Graz. Denn: „Auch batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge brauchen Straßen auf denen sie fahren können!“
Gesundheitssystem braucht „Kraftakt“
Beim heiklen Thema der Gesundheitsversorgung sprach der Landeshauptmann von einem „Kraftakt“, den es benötige, um die Herausforderungen zu bewältigen. Bis zum Sommer soll ein Maßnahmenpaket ausverhandelt werden, das von Stipendienprogrammen über ein neues Pflege-Tarifmodell bis hin zur Verbesserung der Notarzt-Situation in der Steiermark reichen soll.
Abschließend sagte Drexler: „Jede Sorge eines Steirers oder einer Steierin ist ein Auftrag für den Landeshauptmann. Zusammen werden wir alles geben für weiß-grün.“
Opposition kritisiert Rede
Kritik gab es umgehend von den Oppositionsparteien im Landtag. So kritisierte FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek: „Gerade die Klimapolitik inhaltlich an die erste Stelle der Rede zu setzen, lässt tief blicken und zeigt, dass die ÖVP als Wirtschaftspartei längst abgedankt hat.“ Grünen-Chefin Sandra Krautwaschl meinte hingegen: „Das war heute keine Rede zur Lage der Steiermark, sondern eine Rede zur Verschleierung der eigenen Verantwortung in allen Bereichen."
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