Diagonale in Graz

Großes Filmfest nach einem turbulenten Jahr

Steiermark
10.03.2023 11:00

Graz wird von 21. bis 26. März wieder zur Filmhauptstadt Österreichs. Die Diagonale ist aber weit mehr als nur eine Leistungsschau der österreichischen Filmproduktion im vergangenen Jahr, sie bietet wieder zahlreiche Specials, jede Menge Pop- und Clubkultur, das größte Branchentreffen und die höchstdotierten Filmpreise des Landes. Los geht´s am Dienstag, 21. März in der Grazer List-Halle mit Patric Chihas „Das Tier im Dschungel“, dem Trailer von Anna Spanlang, der Übergabe des von Xenia Hausner gestalteten Schauspielpreises an Margarethe Tiesel und der Film-Miniatur „NYC RGB“ von Viktoria Schmid. Und der letzten Eröffnungsrede des scheidenden Intendantenduos Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber.

Mit einer „Überdosis G’fühl“ haben die beiden Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber die letzte von ihnen verantwortete Diagonale angereichert. Nicht nur der Eröffnungsfilm „Das Tier im Dschungel“ von Patric Chiha, der am 21. März über die Leinwand in der Grazer Listhalle flimmern wird, auch viele der weiteren insgesamt 115 Filme im Wettbewerb sowie die Specials und Referenz-Streifen bieten bis 26 März emotional aufwühlende Erfahrungen.

Zwischen Erfolg und Skandal
„2022 war ein filmisches Tumultjahr zwischen unglaublichen Erfolgsmeldungen und großen Skandalen“, resümierte Peter Schernhuber und Sebastian Höglinger setzt ein Zitat von Magdalena Miedl drauf „Die Welt ist aus den Fugen geraten und wird nie wieder in diese passen“. Alles in allem aber Vorzeichen für ein ungemein dichtes und spannendes Festival des österreichischen Films.

Vermessung der heimischen Kinolandschaft
Wie immer erstreckt sich die Bandbreite von abendfüllenden Spielfilmen, natürlich ist auch „Corsage“ zu sehen, daneben aber auch Dieter Berners „Alma & Oskar“ oder Clara Sterns „Breaking the Ice“, bis hin zu Experimenten u. a. vom Grazer David Lapuch, von Kurzdokus zu historischen Reminiszenzen etwa an Marisa Mell, Käthe Kratz und Michael Glawogger und Animationen. Und wie immer warten spannende Begegnungen mit Regisseuren und Regisseurinnen, Darstellern und Darstellerinnen und vielen anderen Akteuren der Filmszene. Die Pop- und Club-Kultur kommt in den vielen Begleitprogrammen ebenso wenig zu kurz, wie eine kritische Vermessung der heimischen Kinolandschaft. Technische Erkundungen haben im Festival ebenso Platz wie ein Mietrechtsmusical oder eine Horrorsatire. Filme, die sonst im Kino kaum eine Chance haben, werden auf die großen Leinwände geholt und gefeiert.

Das Programm für die Diagonale ist online zu finden, Karten gibt es ab 15. März im Kunsthaus Graz, ab 22. 3. in den Festivalkinos und natürlich auch online.

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