Leben voller Angst

„Wie viele Frauenmorde müssen noch passieren?“

Niederösterreich
07.03.2023 19:00

Eine dreifache Mutter aus Niederösterreich wurde nach jahrelangen Misshandlungen von ihrem Mann ins Ausland „entführt“. Doch Familie und Behörden in der Heimat scheinen die Hände gebunden. Die Schwester der Frau wandte sich nun an die „Krone“. 

Es ist ein Hilferuf aus dem Herzen Niederösterreichs: Denn das Schicksal einer dreifachen Mutter lässt ihre Familie verzweifeln. Nach jahrelangen Qualen und brutalen Misshandlungen durch ihren Ehemann, einen 29-jährigen Mazedonier, fasste sich die Frau ein Herz und zeigte ihren Peiniger an. Nach einer waghalsigen Flucht ins Frauenhaus und begleitet vom Gewaltschutzzentrum schien für die junge Mutter endlich Licht am Ende des Tunnels. Und die Chance auf ein gewaltfreies Leben in Sicherheit.

Doch es kam anders ...
Da die beiden verheiratet sind und somit das gemeinsame Sorgerecht haben, sieht sich die Mutter mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert. Denn ihr Mann drohte ihr immer wieder, die Kinder auf dem Weg zur Schule abzupassen und in sein Heimatland Mazedonien zu bringen. Selbst eine jahrelange Haftstrafe werde den 29-Jährigen nicht an einem Mord an seiner Ehefrau zurückschrecken lassen, schmetterte er der verzweifelten Frau immer wieder entgegen. Aus Angst um ihre Kinder gab sie schließlich nach und kehrte zu ihrem Peiniger zurück.

Mittlerweile hat der Gewalttäter seine Familie ins benachbarte Ausland gebracht. Und damit dem Kontakt ihrer Familie sowie der heimischen Behörden vielleicht für immer entzogen. Zum anberaumten Prozesstermin in St. Pölten erschien die junge Frau nicht.

Der Hilferuf der Schwester
Nun wandte sich ihre Schwester an die „Krone“: „Unser Vater versucht seit Wochen mit Hilfe von Polizei und Jugendamt, sie und ihre Kinder da rauszuholen“, ist die Familie in Niederösterreich mehr als verzweifelt. „Momentan zählt jeder Tag, um meine Schwester und ihre Kinder wieder sicher nach Österreich zu bringen“, so die Angehörige. Denn wenn sie erst in Mazedonien sind, sei alles verloren. Doch aufgrund der Gesetze scheint es, als seien allen die Hände gebunden. Ein Fall, der sprachlos macht.

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