Zweimal reingefallen

Mühlviertler verjuxte mit Kryptowährung 250.000 €

Oberösterreich
25.01.2023 07:00

Manche lernen´s nie: Ein 35-Jähriger aus dem oberösterreichischen Bezirk Perg wurde aus seinem Schaden nicht schlau. Nachdem er bereits einmal 50.000 Euro beim Spekulieren mit Kryptowährungen verloren hatte, probierte er es gleich noch einmal und geriet wieder an Betrüger, die ihn wie eine Weihnachtsgans rupften.

„Erfahrung ist der beste Lehrmeister“, oder auch „Aus Schaden wird man klug“ - Binsenweisheiten, die auf einen 35-jährigen Selbstständigen aus dem Bezirk Perg leider nicht zutreffen. Denn der junge Mann fiel gleich zweimal auf denselben Betrugsschmäh hinein. Im Sommer war beim Internetsurfen vor seinen Augen am Bildschirm ein Inserat aufgepoppt. In diesem wurde vollmundig versprochen, dass mit kleiner Investition ein großer Gewinn beim Traden (Handeln) mit Kryptowährungen möglich sei. Verlangt wurden 250 Euro.

Der Mühlviertler fiel darauf herein, eröffnete ein virtuelles Konto und überwies zum Start 500 Euro. Zunächst lief alles wie geschmiert, es wurden ständig fesche Gewinne ausgewiesen. Zwischen Juni und August zahlte der risikofreudige Unternehmer 50.000 Euro ein. Doch dann war alles plötzlich futsch.

Teures Lehrgeld
Ein teures Lehrgeld, sollte man meinen. Aber weit gefehlt. Bereits im September ließ sich der 35-Jährige erneut von einem Online-Inserat dazu verführen, in Bitcoin zu investieren. Zunächst überwies er 150.000 Euro, später nochmals 50.000 Euro nach England und Schweden. „Er hat wohl gehofft, den Schaden vom Sommer so wiedergutmachen zu können“, schüttelt Gerald Sakoparnig, Leiter der Betrugsabteilung beim LKA OÖ, den Kopf. Aber daraus wurde natürlich nichts.

Nun erstattete der doppelt geschröpfte „Investor“ Anzeige. Denn auch die 200.000 Euro sind verschwunden. Wöchentlich gibt es alleine in Oberösterreich ein bis zwei solcher Anzeigen.

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