Bitteres Aus in Kitz

Schwarzer Peter „krönte“ Manuel Fellers Pleite-Tag

Wintersport
23.01.2023 17:56
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Manuel Feller erlebte am Sonntag einen Tag zum Vergessen: Beim Slalom in Kitzbühel fädelte der Tiroler als Halbzeitführender noch vor der ersten Zwischenzeit ein und schied aus. Und am Abend ging die Pechsträhne auch noch weiter ...

„Ich habe mit meiner Mama, meiner Freundin, (Sohn) Lio und einer Freundin von Lio Schwarzer Peter gespielt. Da hat sich das leider bestätigt, dass das nicht mein Glückstag war“, erzählte Feller am Montag mit einem Augenzwinkern von seiner Abendgestaltung nach dem frustrierenden Bewerb in Kitzbühel.

„Die letzten Jahre bin ich oft zu meinen Kollegen gefahren, jetzt ist es halt die Family. Sie haben mich trotzdem hochleben lassen in Kitzbühel. Schade nur, dass es eher Frustbewältigung war als feiern“, so Feller.

Nun gilt die ganze Konzentration dem Nachtslalom in Schladming am Dienstag.„Ich bin Spätaufsteher, Nachtrennen liegen mir im Allgemeinen auch sehr“, bekräftige der Tiroler. Sein Schicksal sei „kein Weltuntergang, ich brauche auch keinem leidtun. Ich darf meinen Kindheitstraum leben, das Wochenende für Wochenende“.

„Leute stehen hinter mir“
Er habe sich nach dem Ausfall als Halbzeitführender relativ schnell wieder gesammelt. Geholfen habe dabei eine Vielzahl an positiven Nachrichten, die er bekommen habe, erklärte Feller. „Die Leute stehen hinter mir, es haben viele mitgefiebert“, betonte er und stellte klar, dass er schon als Junger gezeigt habe, „dass mir ein Ausfall relativ wenig zusetzt. Für mich zählt dann der nächste Tag und das nächste Rennen. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern. Das Wichtige ist, dass das Skifahren passt.“

Im vergangenen Jahr war der Tiroler in Schladming nach gerade erst auskurierter Corona-Erkrankung im zweiten Durchgang von Rang 28 auf den dritten Platz gefahren. „Die Sache ist, dass das alles fast in Trance passiert ist. Ich war eigentlich fast im Delirium nachher. Im ersten Durchgang hat es mir den Kreislauf zusammengehaut, es war alles mehr Müssen als Wollen“, erinnerte er sich. Nun freut sich der 30-Jährige auf das wieder volle Zielstadion. „Die Stimmung ist wahrscheinlich in Schladming noch einmal extremer und beflügelnder.“

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