Um auf dem Zettel zu landen, brauchte es keinen Zettel. „Wir schauen da nicht auf den Meldezettel, ob da auch jedes Bandmitglied aus der Stadt kommt, oder grad sonst wo studiert“, erklärte Rockhouse-Geschäftsführer Wolfgang Descho bei der Präsentation des Samplers am Freitag. Viel wichtiger sei die Förderung junger und etablierter Musik aus Salzburg und seinem Einzugsgebiet.
Die letzte Ausgabe „Xtra Ordinary“, die tatsächlich auf einer CD erschienen ist, war die Nummer 22. Seitdem gab es Schallplatten, Kassetten, aber auch Songbooks und Kartenspiele mit Downloadcodes. Seit Sampler Nummer 23 wird außerdem auch auf allen gängigen Streamingplattformen veröffentlicht. „Ein Album ist nicht mehr zeitgemäß“, bemerkte die Band Flirtmachine, die auch den diesjährigen Heimo-Erbse-Preis entgegen nahm.
Und so liest man halt dieses Jahr anstelle auf dem CD-Cover auf der Rückseite eines schwarzen oder weißen T-Shirts die 36 Band- und Songnamen, die es in diesem Jahr auf die Setlist geschafft haben. Darunter sind Wiederholungstäter wie Please Madame, Julian Nantes oder Dandelion, aber auch ganz junge Künstler wie die Voice Breakers oder der erst 17-jährige Produzent und Sänger Tim Fink.
Die Aufnahme in den Sampler hat sich schon für so manche heimische Band als Ticket ins professionelle Musikbusiness erwiesen. Zuletzt veröffentlichte der Salzburger Rapper Dame, der ebenfalls auf dem Sampler zu finden ist, erstmals bei einem Major Label und kletterte damit sowohl in Österreich als auch in Deutschland auf Platz sechs der Charts.
„Wir schicken den Sampler grundsätzlich an sämtliche Agenturen und Fachzeitschriften in Europa, denn so kommen immer viele Gigs für die Bands zustande“, erklärte Descho. Verdienst für das Rockhouse bringt das nicht, finanziert wird das Projekt „Xtra Ordinary“ unter anderem von der Stadt Salzburg.
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