Die Diagnosen sind unterschiedlich, die Gesundheitsversorgung ist ein Top-Thema im Landtagswahlkampf. Nun gibt es neue Zahlen.
Neue Rezeptur: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) stellte, wie berichtet, einen „Bereitstellungsdienst“ vor. Ärztekammer und Gesundheitskasse wollen damit verwaiste (Kassen-)Praxen rasch besetzen.
Das Gesundheitssystem bricht zusammen. Es muss Schluss sein mit der Mehrklassenmedizin!
Udo Landbauer, FPÖ-Landesparteichef
„Das Gesundheitssystem bricht zusammen. Die Versorgung wird schlechter. Verantwortlich dafür ist Johanna Mikl-Leitner“, diagnostiziert FPÖ-Landesparteichef Udo Landbauer und legt Zahlen vor: Während im Juni 2016 neun Planstellen für Allgemeinmediziner nicht besetzt waren, fehlten im Oktober 2021 bereits 36.
Inzwischen kam es zu einer minimalen Erholung: Heuer sind im November 32 Arztpraxen verwaist geblieben. Fachärzte-Ordinationen sind 28 unbesetzt. In Summe stieg laut Rechnungshofbericht die Bevölkerung um sechs Prozent an, gleichzeitig gab es einen Rückgang der Verträge für praktische Ärzte um sechs Prozent. Landbauer: „Die Niederösterreicher haben das Recht, für ihre Krankenkassenbeiträge wohnortnahe Versorgung zu bekommen.“ Es wird sich erst zeigen, ob das mit dem „Bereitstellungsdienst“ zu schaffen ist.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.