Nationalfeiertag plus Endspiel - in Doha geht es am Sonntag rund. Für Quartiere und Tickets braucht man einen Kleinkredit. Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Christian Reichel.
Die „Krone“ berichtet aus Katar
Als wäre das WM-Finale nicht schon Spektakel genug - am Sonntag geht in Doha von in der Früh weg die Post ab. Was nicht nur mit der enormen Vorfreude auf den abendlichen Showdown im Lusail-Stadion zu tun hat. Denn der 18. Dezember ist seit 2007 in Katar auch Nationalfeiertag, wird jedes Jahr sehr pompös zelebriert. Zehntausende sind bei der Parade am Corniche-Boulevard auf den Beinen, am Abend erleuchten traditionell unzählige Feuerwerke den Himmel.
Ab 18 Uhr Ortszeit hoffen die rund 90.000 Fans im Final-Stadion auf ein sportliches Feuerwerk, rund um das Endspiel zwischen Argentinien und Frankreich steigt auch die Schlusszeremonie: Nebst Davido, dem Interpreten des WM-Songs „Hayya Hayya“, sollen auch Shakira und Jennifer Lopez Teil der Show sein - ob live oder in Video-Zuspielung, bleibt vorerst geheim.
Doha rechnet am Sonntag mit dem stärksten Luftverkehr seit WM-Start: Allein aus Argentinien waren beim Halbfinale gegen Kroatien 40.000 Fans im Stadion, Charter-Flüge sorgen bis Sonntag für weitere Unterstützung. Übernachten können die Anhänger ab 200 Euro in den spartanisch ausgestatteten Fan-Containern oder - wer ein dickeres Börserl hat - ab 3000 Euro aufwärts auf einer der Luxusyachten. Wobei letztere nur noch Restplätze anbieten. Wer es noch luxuriöser mag, kann das Wochenende auch in einem der 5-Sterne-Hotels in Doha verbringen, mit Preisen für zwei Übernachtungen ab 7000 Euro. Für das normale „Fußvolk“ kosteten die Finaltickets zwischen 560 und 1700 Euro. Auf dem Schwarzmarkt heißt es vorsichtig sein, denn Katar kennt da keine Gnade: Wer ertappt wird, landet umgehend im Gefängnis!
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