Mit dem Auslaufen der Wohnbauförderung explodieren vielerorts jetzt die Mietkosten. Bewohner einer Wohnhausanlage im Bezirk Melk müssen nun sogar 820 statt 460 Euro bezahlen ...
„Die Steigerung ist echt heftig. Und dazu kommen ja noch Strom und andere Fixkosten, die immer teurer werden.“ Die Stimmung bei den Bewohnern einer Wohnhausanlage in St. Leonhard am Forst im Bezirk Melk hat sich dem Wetter angepasst – frostig. Denn die monatlichen Mietkosten haben sich fast verdoppelt. Für eine 80 m² große Wohnung sind nun nicht mehr 460 Euro, sondern gleich 820 Euro zu bezahlen. Das ist ein Anstieg von 78 Prozent. 60 m² kosten mittlerweile 600 statt 340 Euro.
Grund für die Preisexplosion ist das Auslaufen der Annuitätenzuschüsse, die 25 Jahre lang die Mietkosten in dem sozialen Wohnbau gesenkt haben. Durch das Ende der Förderung steigt die finanzielle Belastung der Haushalte gerade in Zeiten wie diesen weiter.
Jetzt müssen wir plötzlich 1000 Euro im Monat für eine warme Wohnung stemmen. Wie soll sich das für Leute mit einer niedrigen Pension ausgehen?
Eine verzweifelte Bewohnerin
FPÖ ärgert sich
„Sogar der vermeintlich sichere soziale Wohnbau wird zur Teuerungsfalle“, ärgert sich FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer. Er wird sich nicht nur mit den betroffenen Bewohnern treffen, sondern kündigt auch an, mit einer Anfrage die Problematik mit in den Landtag zu nehmen. „Leider muss davon ausgegangen werden, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Die Mehrbelastung durch auslaufende Annuitätenzuschüsse muss bis auf Weiteres vollends kompensiert werden“, kritisiert er den „ungenügenden Charakter der Wohnbeihilfe“. Für Landbauer ist jedenfalls klar: „Eine beheizte Wohnung und ein voller Kühlschrank dürfen kein Luxus sein!“
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