Lothar Matthäus ist irritiert. Der Grund: DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat beim WM-Spiel zwischen Deutschland und Spanien (1:1) „nach all dem Theater mit der FIFA“ mit Boss Gianni Infantino geredet, gelacht und „für Fotos mit ihm posiert“. Der ehemalige Weltklasse-Fußballer zweifelt an der Glaubwürdigkeit des DFB.
„Der Verband hat es nicht geschafft, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Erfolgschancen groß sind. Allein der Zoff um die One-Love-Binde! Haltung ist wichtig zu diesem Thema, genauso das Kommunizieren einer klaren Meinung“, kritisiert Matthäus in seiner „Bild“-Kolumne. „Aber wie kann es sein, dass es dem DFB nicht gelingt, das Problem zu lösen, bevor der erste Ball rollt? Warum wird die Verantwortung den Spielern zugeschoben? Warum müssen sie sich die Hände vor den Mund halten beim Mannschaftsfoto vor dem Japan-Spiel, statt sich hundertprozentig auf diese wichtige Partie zu konzentrieren?“
Viele offene Fragen. WM-Vorrunden-Aus 2018, EM-Achtelfinal-Aus 2021, WM-Vorrunden-Aus 2022 - die so stolze Fußball-Nation, dekoriert mit vier WM-Titeln und drei EM-Titeln, hat das Gütesiegel Turniermannschaft endgültig verloren. „Der DFB hat es fahrlässig verpasst, rechtzeitig eine klare Entscheidung zu fällen, damit der Fußball im Fokus stehen kann - nur darum geht es doch bei einer WM“, so Matthäus.
Und die Legende entlarvt den DFB! „Wenn ich dann beim 1:1 gegen Spanien im Stadion bin und in der VIP-Loge erlebe, dass nach all dem Theater mit der Fifa DFB-Präsident Bernd Neuendorf mit Fifa-Boss Gianni Infantino redet, lacht und für Fotos mit ihm posiert - dann frage ich mich: Wie glaubwürdig ist Neuendorf, wie glaubwürdig ist der DFB?“ Es herrscht viel Gesprächsstoff bei unseren Nachbarn …
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