„Krone“-Sportchef Peter Moizi schreibt in seiner Kolumne über Argentiniens Superstar Lionel Messi, der endlich seinen ersten WM-Titel holen will.
Wie ein Künstler mit magischen Tricks. Er schoss außerirdische Tore, umkurvte seine Gegenspieler wie Slalomstangen, zirkelte Freistöße ins Kreuzeck und regierte Barcelona wie ein König. Lionel Messi schrieb mit seinen Bestmarken Geschichte, holte mit den Katalanen zehnmal die Meisterschaft und bejubelte vier Triumphe in der Champions League. 701 Tore in 853 Klub-Spielen, 93 Treffer im Nationalteam. Nur der WM-Titel fehlt in seiner irren Trophäensammlung.
In Argentinien wird Messi immer wieder mit Diego Maradona verglichen, der 1986 die Albiceleste im Alleingang zum Titel führte. Lionel schaffte es bisher nur einmal ins Endspiel. Umso immenser war der Druck vor seiner letzten Endrunde. Zum Auftakt das 1:2-Desaster gegen Saudi-Arabien, danach das große Zittern. Doch der siebenfache Weltfußballer rettete sich mit Argentinien ins Achtelfinale, versprüht trotz verschossenen Elfmeters Optimismus: „Jetzt sind wir echt gefährlich!“
Fast zwei Jahrzehnte lang begeisterte der Ausnahmekönner, vor allem die Duelle mit Dauerrivale Cristiano Ronaldo elektrisierten die Sportwelt. Das Alter geht an beiden nicht spurlos vorüber, viele negative Stimmen werden lauter. Nur eines sollten auch die härtesten Kritiker nicht vergessen: Dass Typen wie Messi oder Ronaldo mit ihren überragenden Darbietungen den Fußball in eine neue Sphäre führten.
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