Fast 40.000 Personen beziehen den Frühstarterbonus, der Anfang des Jahres die Hacklerpension ersetzt hat. Während letztere fast nur Männer bekamen, geht der Frühstarterbonus zu 58 Prozent an Frauen. „Ziel erreicht“, meint deshalb Sozialminister Johannes Rauch (Grüne). Die Neuregelung habe sich bewährt, sie komme vor allem Frauen zugute, die zumeist eine geringere Pension haben. Für Empfänger und Empfängerinnen bedeutet der Frühstarterbonus im Schnitt 44 Euro mehr Pension.
Exakt 38.712 Personen haben laut einer ersten Auswertung der Pensionsversicherung in den ersten neun Monaten von der Einführung des Frühstarterbonus profitiert. Davon waren 22.418 Frauen und 16.294 Männer - und sie bekamen beinahe gleich viel ausbezahlt. Die zuvor geltende Abschlagsfreiheit der Langzeitversicherungspension („Hacklerregelung“) kam zu 99,999 Prozent Männern zugute, argumentierte Rauch in einer Aussendung einmal mehr für die - von SPÖ und FPÖ damals scharf kritisierte - Umstellung im Zuge der Pensionsreform 2020.
„Gelungenes Beispiel für gelebte Sozialpolitik“
Anspruch auf den neuen Bonus haben Personen, die zumindest 25 Beitragsjahre für die Pensionsversicherung eingezahlt haben, davon ein Jahr vor ihrem 20. Geburtstag. Sie erhalten einen Zuschlag von einem Euro pro Monat für alle Beitragszeiten aufgrund einer Erwerbstätigkeit, die sie vor Vollendung des 20. Lebensjahres erworben haben.
Die von Schwarz-Grün abgeschaffte Hacklerregelung sah vor, dass Erwerbstätige nach 540 Beitragsmonaten ohne Abschlag in Pension gehen konnten. Im Jahr 2021 konnten 10.826 Männer, aber nur zwei Frauen diesen Vorteil in Anspruch nehmen. „Die Idee des Frühstarterbonus ist voll aufgegangen“, freute sich Rauch, und sprach von einem „gelungenen Beispiel für gelebte Sozialpolitik: Es profitieren jene, die es wirklich brauchen.“









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