Anrainer in Judendorf-Straßengel nahe Graz sind in Sorge: Kaum jemand hält in der Grazerstraße Tempo 30 ein. Der Gemeinde sind die Hände gebunden.
Früher Abend in Judendorf-Straßengel: Viele Autolenker durchqueren am Heimweg den Ort. „Da ist einer!“, ruft Bewohner Michael Wagner. Er meint einen grauen Renault, der Tempo 30 in der Grazer Straße eindeutig ignoriert. „Sehr viele fahren hier zu schnell.“ Besonders außerhalb der Stoßzeiten: „Wenn ich um 6 Uhr ins Büro fahre, schießen sie ums Eck.“
Straße kaum überquerbar
Sein Blick fällt auf die andere Straßenseite, wo Kinder im Garten spielen. Um sie sorgt sich Wagner, der selbst Vater ist: „Wir müssen die Straße zum Spazierengehen oder Einkaufen überqueren.“ Und zwar beim Zebrastreifen, ein Stück weiter vorne: „Das ist die gefährlichste Situation.“ Denn nur ein schmaler Gehsteig auf beiden Seiten führt dorthin, die Stelle ist durch die Kurve schwer einsehbar. Wagner fragt sich: „Muss erst etwas passieren, bevor gehandelt wird?“
Die Situation sei durch das vor einigen Jahren eingeführte 30-km/h-Tempolimit schon viel besser geworden, sagt Bürgermeister Harald Mulle. Gratweins Chefinspektor Kurt Dobida bestätigt aber, dass die neuralgische Ortsdurchfahrt die Polizei immer wieder beschäftige: „Wir haben schon oft gemessen und sind dort präsent.“ Platzmangel erschwere das allerdings. Radarmessungen brachten bisher zwar Anzeigen, Raser konnte man aber nicht aus dem Verkehr ziehen. Denn Lenker würden sich gegenseitig warnen.
Als Gemeinde sind wir dort nicht zuständig. Dennoch sind wir gerade in der Umsetzung einer Arkade durchs Gasthaus, die auch für Radfahrer geeignet sein soll.
Harald Mulle
Arkade für Fußgänger ist geplant
Von keinem Unfallhäufungspunkt spricht das Land, das für die Straße zuständig ist. Der Gemeinde sind die Hände gebunden. Dass die Gehsteig-Situation nicht befriedigend ist, ist Bürgermeister Mulle aber bewusst: „Beim Gasthaus planen wir eine Arkade für Fußgänger und Radfahrer.“ Auch die Situation der Bushaltestelle soll verbessert werden.








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