Ein Lavanttaler Heimbetreiber ruft Politik um Hilfe: Heizstrahler in jedem Zimmer treiben die Stromrechnung in die Höhe.
Der Klimabonus erhitzt weiter die Gemüter - vor allem, seit bekannt ist, dass er auch an Asylwerber und Gefängnisinsassen ausbezahlt wurde. Bewohner einer Asylunterkunft im Lavanttal mit 20 Plätzen nutzten die 500 Euro für einen Besuch im Baumarkt: „Sie haben sich mit ihrem Klimabonus Heizstrahler gekauft, weil ihnen schon jetzt zu kalt ist“, berichtet FP-Abgeordneter Christian Ragger.
Radiatoren laufen rund um die Uhr
Die Radiatoren würden nun rund um die Uhr in den Unterkünften laufen und hohe Kosten verursachen. Der Heimbetreiber habe deshalb um Hilfe ersucht: „Die Stromrechnung steigt natürlich massiv an, er fürchtet, sie mit den gängigen Sätzen für die Unterbringung von Flüchtlingen nicht mehr bezahlen zu können.“
Klimabonus nicht sehr treffsicher
Für Ragger ein klares Zeichen, dass der Klimabonus - den viele Kärntner ja noch immer nicht erhalten haben - alles andere als treffsicher ist: „Es bleibt unverständlich, wer anspruchsberechtigt für den Klimabonus war und ist.“ Aus diesem Grund bringt der Kärntner Politiker auch parlamentarische Anfragen zu dem Thema ein.
Der Betreiber eines Asylheims hat um Hilfe gerufen: Die Bewohner kauften mit ihrem Klimabonus Heizstrahler - und die laufen ständig!
FP-Abgeordneter Christian Ragger
„Unter anderem will ich von Justizministerin Alma Zadic wissen, wie viele Häftlinge in den Genuss der Zahlung gekommen sind. Und auch, wie!“ Bekanntlich verfügen nicht alle Insassen über ein Konto und können wohl auch kaum zur Post gehen, um die Gutscheine abzuholen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.