Nicht in Frankreich sondern im entfernten China wird es für Peter Zulj dieser Tage ernst. Der elffache Teamspieler sprach mit der „Steirerkrone“ über sein neues Abenteuer und den gewöhnungsbedürftigen Start.
Auf den Spuren von Marko Arnautovic: Österreich hat mittlerweile einen Legionär mehr in China. Peter Zulj wagte nach einigen Auslandsstationen seinen wohl bisher „größten“ Sprung, jenen ins Reich der Mitte. Der ehemalige Sturm-Star, der diese Saison noch kein Spiel bestritten hat und darum wohl auch kein Thema für Österreichs Nationalteam ist, wechselte erst Ende August zum dortigen Erstligisten Changchun Yatai. Damit setzte der Mittelfeldmotor einen Schlussstrich unter die verkorkste Ära bei Basaksehir.
In Istanbul hätte Zulj noch zwei Jahre Vertrag gehabt, doch wegen Perspektivlosigkeit trennte man sich einvernehmlich. „Ich habe einige Angebote aus Europa gehabt, dann ist aber das super Angebot aus China eingetroffen. Es war keine leichte Entscheidung, China ist ja nicht gerade um die Ecke. Aber nach Gesprächen mit meiner Familie ist der Entschluss gereift, den Sprung ins Reich der Mitte zu wagen“, sagt Zulj, der offen zugibt: „Es ist ein Abenteuer, das nicht nur finanziell reizvoll ist. Ich habe in Belgien, Ungarn und der Türkei gespielt - aber das ist jetzt exotisch.“
Corona als Begleiter
Seit zwei Wochen weilt Zulj, der bis Dezember 2023 unterschrieben hat, im Riesen-Reich. „Gleich nach der Landung bin ich für sieben Tage in Quarantäne gesteckt worden, beim Klub hab ich dann nochmals für drei Tage am Zimmer bleiben müssen. Aber da sind mir bereits Trainingsgeräte zur Verfügung gestellt worden.“
Ich habe einige Angebote aus Europa gehabt, dann ist aber das super Angebot aus China eingetroffen. Es war keine leichte Entscheidung, China ist ja nicht gerade um die Ecke.
Peter Zulj
Corona ist nach wie vor Spielverderber in China, zuletzt mussten immer wieder Spiele verschoben werden. Mittlerweile konnte sich Zulj vom Klub in der 9-Millionen-Einwohner-Stadt ein Bild machen. „Alles ist sehr professionell. Es gibt auch ein neues Trainingszentrum mit Restaurant und eigenen Schlafräumen. “
Nur das Essen war für den 29-Jährigen anfangs eine Herausforderung, vorsichtig stocherte er im Teller herum. „Da waren Sachen dabei, die ich gar nicht gekannt habe.“ Das Exoten-Essen ist aber Geschichte. „Für die fünf Legionäre gibt es einen Koch, bei dem kann man auch europäisches Essen bestellen.“









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