Weil Dieselpreis explodiert, bremsen Frächter bei CO2-Steuer. Die Wirtschaftskammer OÖ fordert nationale Regelung bei Strompreis und hat ein Modell in der Tasche.
„Wir bewegen 250 Lkw in unserem Fuhrpark, sind in ganz Österreich unterwegs. Aber die Preisexplosion gefährdet bald die Versorgung von Handel und Industrie“, nimmt sich Günther N. Reder, WKOÖ-Sprecher der Transporteure, kein Blatt vor den Mund.
Bei den Frächtern ist Treibstoff der Preistreiber. „Für einen Lkw entstehen durch den extremen Dieselpreis und durch die CO2-Steuer, die kommen könnte, Mehrkosten von rund 40.000 Euro“, befürchtet er. Seine Branche wünscht sich endlich Entlastung, etwa durch temporäre Reduktion der Mineralölsteuer auf das EU-Minimum sowie eine Verschiebung der CO2-Bepreisung, die ab 1. Oktober ins Haus steht.
Dieselengpass ist zu spüren
Zugleich ist Diesel knapp, wir berichteten. Reder bestätigt aber klar, dass dieses Problem auch zum Teil „hausgemacht“ sei, denn die OMV-Raffinerie Schwechat läuft nach einem Unfall nach wie vor mit einem Fünftel ihrer Kapazität.
Wir erleben rund 80% Kostensteigerungen binnen eines Jahres.
Günther N. Reder, Obmann der Transporteure an der WKOÖ und selbst Unternehmer in Hörsching.
EU viel zu langsam
Ob Transporteure, Landgasthaus, Hotel, Lebensmittelproduzent oder Handel: „Bei allen geht es jetzt durch die Energiekosten ans Eingemachte!“, bestätigt Doris Hummer, WKOÖ-Präsidentin. Dass EU-Ratspräsidentin Ursula van der Leyen nun doch den EU-Strommarkt reformieren will, wie sie proklamierte, könnte viel zu lange dauern.
Faires Modell in der Tasche
„Wir brauchen daher rasch eine nationale Lösung“, so Hummer. Sie schlägt ein Cost-Plus-Modell vor: Der Strompreis bildet die tatsächlichen Kosten der Produktion des Versorgers ab und enthält nur einen Gewinnaufschlag.










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