„Krone“-Kolumne

Gibt es ein Gegengift gegen toxische Eifersucht?

Stadtpikant
12.09.2022 08:06

Soziologin und Sexualpädagogin Barbara Rothmüller diesmal über eine Emotion, die selbst Paartherapeuten oft nicht kennen.

Dass bei vielen Paaren der Sex über die Jahre einschläft, ist kein großes Geheimnis. Eheberatungen sehen da oft nur zwei Möglichkeiten: Entweder wird die gemeinsame Sexualität wieder auf Vordermann gebracht, oder - das Drohszenario - es steht eine Trennung im Raum. Manchmal lässt sich der Wunsch nach sexueller Vielfältigkeit in der Partnerschaft jedoch nicht ohne neue Impulse wiederbeleben.

Anna hat ausprobiert, wozu ihr keine klassische Paartherapie raten würde: „Ich bin seit 15 Jahren verheiratet und vor einem Jahr haben wir gemeinsam beschlossen, eine offene Ehe zu führen. Das hat dazu geführt, dass unsere Beziehung sehr viel lustvoller und intensiver geworden ist.“ Die neue Intensität ihrer Beziehung basiert auf einer Emotion, die als „Mitfreude“ bezeichnet wird. Ihr wird eine Art Gegengift gegen toxische Eifersucht nachgesagt - einer Leidenschaft, die bekanntlich Leiden schafft. Anna und ihrem Mann gelingt es nämlich, sich mitzufreuen, wenn die geliebte Person eine gute Zeit hat. Selbst dann, wenn sie diese mit jemand anderen verbringt.

In Österreich interessieren sich zunehmend junge Menschen für offene Beziehungen. Jeder Sechste unter 30 Jahren führt im Einverständnis mit dem Partner weitere sexuelle oder romantische Beziehungen - oder würde das gerne. Ob komplexe Beziehungskonstellationen immer gut ausgehen, darf man bezweifeln. Letztlich tun das aber monogame Verbindungen auch nicht immer, egal ob mit oder ohne Therapie.

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