Athen statt Graz - und trotzdem viel Ruhe: Der Tiroler Fußballprofi Andreas Kuen fühlt sich nach seinem Wechsel in Griechenlands Millionen-Metropole und Atromitos richtig wohl.
Der Verkehr ist noch ertragbar, was mit dem Schulbeginn dann ein wenig anders werden wird. „Hat man mich vorgewarnt.“ Aber auch die dann ent-stehen-den 45 Minuten zum Trainingsgelände seines neuen Klubs im Viertel Peristeri werden verkraftbar sein.
Weil sich Andreas Kuen in Glyfada, einer 90.000-Einwohner-Stadt im südlichen Großraum Athen, pudelwohl fühlt. „Der Strand ist vor der Haustür, die Gegend ist wunderschön.“ Vor drei Wochen konnte der Ötztaler mit Freundin Lea und Zwergspitz Lilo die neue Wohnung beziehen, seitdem ist das Trio in der griechischen Metropole richtig angekommen.
Was bei seinem Neo-Verein problemlos über die Bühne ging – auch bedingt durch die rot-weiß-rote Vergangenheit bei Atromitos. Coach Canadi, Sakic oder Salomon waren nur einige davon. „Dazu steht mir mit Marko (Maric/seit Winter) ein Kumpel aus Rapid-Zeiten zur Seite.“
Nicht ganz neu
Und auch auf seine Rolle im Team hat sich Kuen bestens eingestellt: Der 27-jährige Linksfuß spielt auf der Sechs! „Nicht ganz neu, hab ich bei Sturm zuvor zweimal gespielt. Aber man wird im Alter flexibler.“ Seine Übersicht, seine Spieleröffnung soll dem kleinen Athener Klub auf die Sprünge helfen.
Den Start jedenfalls kann man als durchaus gelungen bezeichnen - denn die knappe Niederlage bei Top-Klub PAOK Saloniki (1:2) ist kein Beinbruch. „Wir wollen in die Top-6-Gruppe (Anm.: Meisterschaftsmodus ist derselbe wie in Österreich). Erreichen wir das nicht, dann mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Dann wird’s in Glyfada lange, lange gemütlich bleiben.
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