Der „Rad am Ring“-Event am Salzburgring lockte hunderte Begeisterte aus ganz Österreich an die Motorsportstrecke in der Fuschlseeregion. Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer demolierte bei ihrem Kurz-Auftritt die Damen-Konkurrenz.
Sonntag gegen halb zehn am Vormittag: Die Sonne scheint, die Parkplätze am Salzburgring sind bereits gut gefüllt. Doch nicht etwa, weil eines der vielen Autorennen stattfindet. Diesel- und Benzin-Motoren haben Pause. „Achtung, Radfahrer“, ruft eine Ordnerin.
Etliche Leute sind gekommen, um sich aufs Renn- oder Zeitfahrrad zu schwingen und viele Runden am Ring zu drehen – aus dem ganzen Land. „Ich bin extra aus Niederösterreich angereist“, erzählte Christian der „Krone“. Vor allem auf der Rennstrecke zu fahren gefällt ihm: „Das kannst du sonst nirgends machen.“
Eine, die diese Erfahrung schon gemacht hat, ist Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer: bei der Weltmeisterschaft in Imola (It) 2020. Am Sonntag demolierte die Niederösterreicherin die Konkurrenz im Einzelzeitfahren der Rad-Bundesliga, gewann mehr als 27 Sekunden vor der Zweiten Katharina Fox aus Deutschland. Die knapp 13 Kilometer (vier Runden) legte sie mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 48,8 km/h zurück! „Ich mag es, wenn die Strecke schnell ist und man sich richtig klein machen muss“, sagte Kiesenhofer. Die nach einer kurzen Brotzeit am Parkplatz – Reiskekse und Marmelade standen auf der Speisekarte – den Siegespokal entgegennahm und mit Fans für Fotos posierte.
Freie Fahrt zum Abschluss
Die Räder rollten bis in den späten Nachmittag hinein. Auch wenn der Ring nach den Kinderrennen deutlich leerer wurde. Zum Abschluss herrschte auf der Rennstrecke freie Fahrt – auf zwei Rädern, versteht sich. Nächstes Jahr soll mit Sponsorhilfe auch wieder die Bundesliga der Herren im Nesselgraben Station machen.
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