Darm in Not

Reisedurchfall: Die Gefahr aus dem Eis

Magen-Darm-Probleme können einem den Urlaub richtig vermiesen. Durchfall ist dabei besonders unangenehm und kommt auf Reisen leider sehr häufig vor. Sie glauben, bereits alle Risikofaktoren dafür zu kennen? Lesen Sie diese Geschichte bitte trotzdem.

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Rund 40 Prozent aller Österreicher verbringen den Urlaub in südlichen Gefilden. Wo die Gefahr, am typischen Reisedurchfall zu erkranken, allgegenwärtig ist. Aber doch nicht für Sie als „Krone“-Leser! Schließlich wird in unserem Gesund-Magazin Jahr für Jahr vor ungewaschenem Obst, nicht original verschlossenen Getränken, Salaten, Meeresfrüchten usw. gewarnt. Wussten Sie aber, dass Sie auch den Barkeeper meiden sollten?

Darmspezialist Dr. Friedrich A. Weiser empfiehlt dringend, das Risiko, welches von erfrischenden Cocktails an der Bar ausgeht, nicht zu unterschätzen: „Bedenken Sie bitte, dass der Keeper unzählige Eiswürfel mit den jeweiligen Zutaten mischt. Verwendet er dafür seine Finger, stellt dies eine schier unerschöpfliche Quelle für Keime dar, die auf diese Weise in Ihren Körper gelangen!“

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Mein Rat: Auf der sicheren Seite bleiben und nur gut gekühlte Getränke aus verschlossenen Flaschen trinken.

Dr. Friedrich A. Weiser, Darmspezialist

Es lohnt sich also, darauf zu achten, wie die Eiswürfel in den Drink kommen. Allerdings ist in vielen beliebten Urlaubsregionen aber schon das Leitungswasser verseucht. Dr. Weiser: „Dann hilft auch noch so gründliches Händewaschen nichts. Mein Rat: Auf der sicheren Seite bleiben und nur gut gekühlte Getränke aus verschlossenen Flaschen trinken. Das wissen zwar ohnedies alle, aber die Versuchung ist allzu oft doch stärker. Reue kommt zu spät, wenn man quälend viel Zeit auf der Toilette verbringt ...“

Geballte Ladung an Krankheitserregern
Zwar kann man der geballten Ladung an Keimen etwa in sanitären Anlagen (Hotels, Flugzeuge, Lokale etc.) leider nicht entgehen, aber häufige Desinfektion der Hände mit Handsprays aus der Apotheke senkt die Ansteckungsgefahr erfahrungsgemäß doch deutlich. Passionierte Fernreisende - und nicht nur die - kennen die Symptome, wenn das Malheur dennoch eintritt: neben starkem Durchfall kommt es zu Übelkeit, Bauchkrämpfen, oft auch Kreislaufstörungen. Dr. Weiser ruft folgende Tipps für den Fall des Falles in Erinnerung:

  • Zwei Tage nur Zwieback essen und schluckweise Tee (Zubereitung mit gut abgekochtem Wasser) trinken.
  • Unbedingt viel Flüssigkeit zuführen! Austrocknung kann bei Kindern oder älteren Personen sogar zu Lebensgefahr führen! Sehr gut bewähren sich hier Elektrolytmischungen aus der Apotheke (gehören in jeden Koffer).
  • In hartnäckigen Fällen helfen Loperamid-Tabletten für maximal zwei Tage. Tierkohle-Präparate haben in diesem Zusammenhang hingegen kaum Wirkung.
  • Antibiotika (am besten zu Hause verschreiben lassen und mitbringen) nur nach Abklärung durch einen Arzt einnehmen.

Üblicherweise verschwindet der Reisedurchfall nach einigen Tagen von selbst. Sollte es nach der Rückkehr in die Heimat weiterhin Probleme geben, muss eine umfangreichere medizinische Kontrolle (Labor etc.) erfolgen.

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