Ein 37-Jähriger aus Reith im Alpbachtal in Tirol wollte am Freitagabend über eine steile Skipiste ins Tal abfahren. Dabei übersah er einen kleinen Bach und stürzte daraufhin. Das Drama blieb zunächst mehrere Stunden unbemerkt.
Entsetzen und Trauer in Reith im Alpbachtal: Ein junger Einheimischer verunglückte am Freitagabend mit seinem E-Bike tödlich. Mit zwei Kollegen hatte der Mann ein Gasthaus am Reither Kogel besucht. Laut den Ermittlungen dürfte es dann gegen 18 Uhr gewesen sein, als das Radfahrer-Trio auf rund 800 Metern Seehöhe die Heimfahrt antrat.
Er dürfte den rund 40 Zentimeter tiefen Wasserlauf übersehen haben, stürzte und kam erst 18 Meter danach zu liegen.
Andreas Haas, Polizeiinspektion Kramsach
„Einer wählte die normale Straße über den Ortsteil Hygna. Ein zweiter Radler fuhr über die gemähte Wiese und der 37-Jährige hinterher“, schildert Andreas Haas von der Polizeiinspektion Kramsach.
Vertiefung für Wasser quer zum Berghang
Im Winter ist der Hang eine Skipiste und zunächst relativ steil (30 Grad). Es folgt ein flacherer Bereich, in dem eine Wasserrinne dem E-Biker zum Verhängnis wurde: „Er dürfte den rund 40 Zentimeter tiefen Wasserlauf übersehen haben, stürzte und kam erst 18 Meter danach zu liegen“, ermittelte Haas.
Weil sich die drei Männer an diesem Abend im Tal nicht weiter verabredet hatten, nahm zunächst niemand von der Tragödie Notiz. Erst gegen 20.13 Uhr bemerkte ein Mann, der auf dem Wanderweg nahe der Unfallstelle unterwegs war, den Verunglückten. Sofort flog der Notarzthubschrauber C4 zum Reither Kogel, doch die Medizinerin konnte nur mehr den Tod des einheimischen Kochs und Vater eines Kindes feststellen. Acht Mann der ebenfalls alarmierten Bergrettung Kramsach hatten dann die traurige Aufgabe, den Leichnam zu bergen.
Opfer war vermutlich mit dem Kopf aufgeprallt
Zur genauen Todesursache gab es zunächst keine Information. Wie die Polizei rekonstruieren konnte, dürfte das Opfer nach einem Flug durch die Luft mit dem Kopf auf dem Boden aufgeprallt sein.
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