Die Salzburger Dult steht endlich wieder bevor. Was man heuer anzieht und womit man ordentlich ins Fettnäpfchen tritt.
Jetzt muss ich aber noch schnell die passenden Schuhe anziehen, bevor wir die Fotos machen“, begrüßt Theresa Lanz, Geschäftsführerin des gleichnamigen Trachtenmodengeschäfts, die „Krone“. Gesagt, getan – pinke Pumps aus Rauleder zum Dirndl in Knallfarben.
„Heuer will man endlich wieder etwas erleben“
„Die Leute sind hungrig danach, endlich wieder auszugehen und was zu erleben“, so Theresa Lanz. Da will man in der Masse keinesfalls untergehen. „Deshalb finde ich, dass heuer knallige Farben in den Vordergrund gehören. Der Farbton ,Wassermelone’ ist mein persönlicher Favorit“, so die Modemacherin. Passend dazu können die entsprechenden Accessoires, wie etwa Hüte, Taschen oder sogar Haarringerl, kombiniert werden.
„Was für mich feststeht: Es muss vor allem gemütlich sein. So war die Tracht ja eigentlich gedacht“, meint Schmuckdesignerin Elisabeth Limmert. „Mit den richtigen Ohrringen und einer dazu passenden Schürze kann man jede Tracht verschönern.“ Auch hier gilt das Motto: Farbe, Farbe und noch mehr Farbe.
„Turnschuhe zum Dirndl, das geht gar nicht“
Was wäre denn im Gegenzug ein absolutes modisches Fettnäpfchen? „Unter dem Dirndl keine Bluse zu tragen geht für mich persönlich gar nicht“, so die Walser Designerin. „Es gibt mittlerweile wunderbare Blusen aus Stretch, die sind wirklich bequem und müssen nicht ewig gebügelt werden.“ Und ein immer wiederkehrendes, großes Streitthema gibt es natürlich auch noch: „Turnschuhe zum Dirndl passen überhaupt nicht, muss ich ehrlich sagen“, so Limmert.
Dennoch, sogar im Luxus-Segment für Trachten haben die flippigen Turnschuhe schon Einzug gehalten, wie Markus Meindl erzählt: „Die Jugend gibt die Richtung vor. Es werden entspanntere Looks getragen und der Sneaker wird mittlerweile ganz selbstverständlich zur Hose oder zum Dirndl kombiniert.“ Aber auch andersrum kann Meindl eine neue Trendrichtung beobachten: „Der Alltag wird öfters mit trachtigen Stilelementen gelebt. Sie kommen so auch auf der Straße wieder an und werden gesehen.“ Nach zwei Jahren Corona-Pause kann man das neue Lieblingsteil ja nicht oft genug tragen.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.