Bei den Immobilienpreisen gibt es weiterhin nur eine Richtung: nach oben! Teilweise wurden im Vorjahr Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich verzeichnet. Dennoch sieht die Branche keine Immobilienblase in Sicht.
Hatten manche in den vergangenen Jahren noch ein baldiges Ende der starken Preissteigerungen im Immobilienbereich erwartet, so sind diese Stimmen verstummt. Auch im Vorjahr ging es in fast allen Bereichen mehr oder weniger stark nach oben, wie der aktuelle Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer zeigt.
Ein besonders großes Plus gab es mit neun Prozent bei den Baugrundstücken. Mit einem Durchschnittspreis von 99,19 Euro pro Quadratmeter ist die Steiermark aber noch immer das vergleichsweise günstiges Bundesland, betont Fachgruppenobmann Gerhard Gollenz. Dasselbe gilt bei Einfamilien- und Reihenhäusern sowie neuen und gebrauchten Eigentumswohnungen. Bei den Mietwohnungen sind nur das Burgenland und Kärnten noch günstiger.
Wo es am günstigsten und wo am teuersten ist
Natürlich ist das Preisniveau und die Preisentwicklung in den steirischen Regionen sehr unterschiedlich. Am günstigsten sind Baugrundstücke im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (47,17 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von der Südoststeiermark (49,56 Euro) und Murau (57,56 Euro). Am teuersten sind Baugründe dagegen in Graz (330,13 Euro), gefolgt von Graz-Umgebung (142,16 Euro).
Bei neuen bzw. gebrauchten Eigentumswohnungen heißen die „Preissieger“ Murtal (1863,96 bzw. 914,29 Euro pro Quadratmeter) und Murau (1874,95 bzw. 924,47 Euro). Am oberen Ende der Preistabelle findet man jeweils wieder die Landeshauptstadt Graz mit einem Durchschnittspreis von 3589,50 Euro pro Quadratmeter bei Erstbezug beziehungsweise 2095,14 Euro pro Quadratmeter bei gebrauchten Immobilien. Beim Mietzins dagegen schwankt der durchschnittliche Quadratmeterpreis zwischen 5,68 Euro (Murau) und 9,09 Euro (Graz).
Teilweise zweistellige Steigerungen
Bei den Erstbezug-Eigentumswohnungen als auch bei gebrauchten Wohnungen fiel die Steigerung quer durch das gesamte Bundesland im einstelligen Prozentbereich aus, Ausreißer sind laut Gollenz die Südoststeiermark bei den neuen Eigentumswohnungen und die Bezirke Liezen und Murtal bei den gebrauchten Wohnungen.
Gollenz sieht den „Wohnungsmarkt in der Steiermark weiterhin auf stabilem Niveau, speziell im Großraum Graz ist die Nachfrage auch nach größeren Projekten ungebrochen.“ Nicht zuletzt aufgrund von Corona ist auch in den Bezirken eine gesteigerte Nachfrage zu erkennen. Bei Mietwohnungen in Graz geht der Trend zu neuen Wohnungen mit mehr Freiflächen. „Eine Immobilienblase ist aus Sicht der Branche auf jeden Fall nicht in Sicht“, so das Fazit des Fachgruppenobmanns.









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