200 Ukrainer gemeldet

Neue Rekordzahlen: Arbeitsmarkt trotzt der Krise

Tirol
02.05.2022 13:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Eine deutliche Sprache sprechen die Arbeitslosenzahlen in Tirol. Mit 17.780 liegt man damit im Vergleich zum April des Vorjahres um über 12.000 unter der Vorjahresmarke. Die Quote liegt aktuell bei 4,9 Prozent, Frauen sind nach wie vor stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer.

„Der Tiroler Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Monaten als äußerst robust erwiesen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist trotz vieler Unsicherheiten sehr positiv und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist riesig“, sagt Alfred Lercher, Landesgeschäftsführer des AMS Tirol. Derzeit gelinge es, beim AMS vorgemerkte Menschen an offene Stellen zu vermitteln. Nur eine von vier Personen ist aktuell länger als 3 Monate bei uns arbeitssuchend vorgemerkt. Der Anteil der Arbeitslosen über 50 Jahre liegt bei 34 Prozent, ein Drittel davon ist auf gesundheitliche Beeinträchtigungen zurückzuführen und deshalb „nur schwer vermittelbar“.

Frauen stärker betroffen
Ende April sind in Tirol 17.780 Menschen arbeitslos. Das ist ein Minus von 12.180 bzw. 40,7 Prozent zum Jahr 2021. Frauen sind aufgrund der Zwischensaison stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit bei Frauen um 42,1 Prozent, bei Männern um 38,9 Prozent zurück. Mit Ende April sind 9.501 Frauen und 8.279 Männer in Tirol arbeitslos.

Erfreulich ist, dass die Zahl der Beschäftigung gestiegen ist. 22.000 mehr als noch im Vorjahr bedeuten ein Plus von 6,7 Prozent auf 342.000 unselbständig Beschäftigte. Auch die Arbeitslosenquote sank um über einen Prozent und liegt nun bei 3,6 Prozent.

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Auf keinen Fall darf es passieren, dass viele unter ihrem Ausbildungsniveau längerfristig beschäftigt werden, daher erheben wir von Anfang an alle Kompetenzen.

Alfred Lercher, Landesgeschäftsführer des AMS Tirol

Auch Ukrainer am Arbeitsmarkt
Aktuell geht es auch um die Vermittlung geflüchteter Menschen aus der Ukraine am Tiroler Arbeitsmarkt, hier sind rund 200 Personen, hauptsächlich Frauen beim AMS gemeldet. Es gehe um Stellenvermittlung, aber häufig auch um Deutschkurse. Bereits 200 haben eine Beschäftigungsbewilligung erhalten. „Hier ist uns wichtig, den Menschen schnell und möglichst unkompliziert Informationen und Bewilligungen zu ermöglichen. Auf keinen Fall darf es passieren, dass viele unter ihrem Ausbildungsniveau längerfristig beschäftigt werden, daher erheben wir von Anfang an alle Kompetenzen,“ sagt Lercher.

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