29.03.2022 06:00 |

Preise steigen an

Teuerungswelle rollt noch bis ins Jahr 2023

Die Inflation stieg wegen teurer Energie schon auf 5,9 Prozent, doch bei Dienstleistungen, Lebensmitteln und anderen Gütern schlagen Erhöhungen schrittweise bis 2023 durch.

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An der Zapfsäule sowie durch die Strom- und Gasrechnungen reißen die aktuellen Preisanstiege bereits Löcher ins Geldbörsl. „Von der Inflationsrate im Februar von 5,9 Prozent macht Energie alleine 4 bis 4,5 Prozent aus“, rechnet Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria. Auch einige Lebensmittel wurden bereits teurer, doch weitere Preis-Wellen rollen erst an. Manche Effekte dürften sogar erst im kommenden Jahr spürbar werden.

Laut Boston Consulting sind etwa die Nahrungsmittelpreise in Summe um elf Prozent gestiegen, nur fünf Prozent seien aber bisher an die Konsumenten weitergegeben worden. Bei Hygieneartikeln hätten sich die Kosten um acht Prozent, die Verkaufspreise aber erst um zwei Prozent erhöht. Vieles schlägt erst verzögert durch, weil z. B. der Bauer eine teurere Landmaschine zuerst auf seinen Getreidepreis aufschlagen muss, den der Bäcker schließlich bei der Semmel weitergibt.

Spürbar höhere Lohnabschlüsse erwartet
Dazu erwartet Bruckbauer „automatische Effekte“. Mit der hohen Inflation steigen die indexgebundenen Mieten. Weiters erwartet er spürbar höhere Lohnabschlüsse, um die Teuerung abzufedern. Dadurch werden Produkte sowie Dienstleistungen mehr kosten.

Dämpfend wirkt hingegen mittelfristig, dass die Energiepreis-Anstiege statistisch gesehen nun am Höhepunkt sein dürften. In Summe dürfte sich die Inflation von heuer rund fünf Prozent dann 2023 auf 2,3 Prozent abschwächen.

Christian Ebeert
Christian Ebeert
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