Heftige Regenstürme

Welle reißt Familie mit – Vater tot, Kind vermisst

Ausland
16.11.2025 18:41

Heftige Regenstürme am Wochenende an der US-Westküste: Ein fünfjähriges Mädchen wird vermisst, ihr Vater stirbt, nachdem beide von einer meterhohen Welle ins Meer gerissen wurden ...

Das vermisste Mädchen und der Vater seien am Freitag an einem Strand an der „Big Sur Küste“ in Kalifornien (rund zwei Autostunden südlich von San Francisco) von einer etwa sechs Meter hohen Welle ins Meer gerissen worden, meldete das Büro des Sheriffs von Monterey County.

Die Mutter habe vergeblich versucht, einzugreifen, sich schließlich selbst aus dem Wasser gerettet.

Ein Rettungsteam sucht am Strand im Garrapata State Park in Kalifornien nach einem vermissten ...
Ein Rettungsteam sucht am Strand im Garrapata State Park in Kalifornien nach einem vermissten Mädchen. Sie wurde von einer Welle ins Meer gerissen.(Bild: Sheriffbüro von Monterey County)

Mutter und zweites Kind blieben unverletzt
Laut Mitteilung hielt der Vater zunächst die Hand seiner fünfjährigen Tochter fest. Später sei er von Rettern aus dem Wasser geborgen und im Krankenhaus für tot erklärt worden. Nach dem Mädchen werde weiter gesucht. Die Mutter und ihr jüngeres Kind, zwei Jahre alt, seien unverletzt geblieben. 

Warnungen ignoriert
Trotz einer Sturmwarnung ging die Familie am Strand spazieren. Wetterexperten vermuten, dass die Familie von einer sogenannten „sneaker wave“ („schleichende Welle“) überrascht wurde. Sie sind viel größer als die anderen Wellen und überfluten plötzlich das Ufer. Nicht der viele Regen sei schuld an der Entstehung solcher Wellen, sondern der Wind: Mit bis zu 112 km/h brauste er während des Sturms über die Pazifikküste. 

Weiteres Sturmopfer nahe Sacramento
Der Sturm habe mindestens noch ein weiteres Todesopfer gefordert. Nahe Sacramento sei ein 71-jähriger Mann ums Leben gekommen, nachdem sein Fahrzeug von den Fluten mitgerissen worden sei, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf das örtliche Büro des Sheriffs.

Am Samstag habe der Regen in weiten Teilen Südkaliforniens seinen Höhepunkt erreicht, nachdem es bereits seit Donnerstagabend geregnet hatte, hieß es laut Behördenmeldungen. Für den Raum Los Angeles und angrenzende Gebiete galten Warnungen vor Sturzfluten und Überschwemmungen.

Erdrutsche und Schlammlawinen drohten
Dort, wo im vergangenen Jänner noch heftige Flächenbrände wüteten, drohten Erdrutsche und Schlammlawinen. Bewohner in gefährdeten Bezirken wurden aufgerufen, die Gefahrenzonen notfalls schnell zu verlassen.

Bis zum Samstagabend berichteten Augenzeugen dann von umgestürzten Bäumen, überschwemmten Straßen und kleineren Erdlöchern. Der Sturm habe das Meer aufgewühlt und hohe Wellen an den Stränden ausgelöst.

Karge Brandflächen besonders gefährdet durch Regen
Nach Flächenbränden und auf kahlen Böden kann Starkregen gefährliche Folgen haben. Im Jahr 2018 wüteten im Raum Santa Barbara erst schwere Waldbrände, dann folgten starke Regenfälle. Schlammlawinen und Erdrutsche zerstörten damals Hunderte Häuser, mehr als 20 Menschen kamen ums Leben.

Zu Beginn des Jahres zerstörten zwei schwere Großbrände, das Palisades-Feuer am Westrand von Los Angeles und das sogenannte Eaton-Feuer nahe Pasadena und Altadena, mehr als 16.000 Gebäude. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Großeinsatz, um die Brände einzudämmen. Mindestens 31 Menschen kamen ums Leben.

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