GUTEN MORGEN

Positive Lehrer und Ärzte | Mysteriöses „Z“

Positive Lehrer und Ärzte. Klare und nachvollziehbare Regeln - dann machen die Menschen auch mit. Diese Binsenweisheit haben wir in Zusammenhang mit den gefühlt 1000 Mal geänderten Corona-Bestimmungen schon oft gehört. Wie es die Natur der Binsenweisheit ist: Sie stimmt. Und doch heißt das noch lange nicht, dass sie auch das Handeln bestimmt. Schon gar nicht das Handeln der (österreichischen) Politik. Die liefert gerade wieder einmal ein Schauspiel, das man am ehesten als Kasperltheater empfinden muss. Weil man in den überlasteten Spitälern angesichts hoher Infektionszahlen beim Personal nicht mehr weiß, wie man den Betrieb aufrecht erhalten kann, sollen ab Mittwoch erkrankte, symptomlose Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten können. Kein Wunder, wenn sich dagegen heftiger Widerstand regt. Etwa beim Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV), wo man darauf verweist, dass das ohnehin schon ausgelaugte Pflegepersonal, wie alle anderen, das Recht habe, in Ruhe gesund zu werden. ÖGKV-Präsidentin Elisabeth Potzmann formuliert es drastisch: „Pflegepersonen sind am Limit, kündigen, haben Burnout. Sie auch noch dazu zu zwingen, halb genesen arbeiten zu gehen, und insbesondere die Aufforderung, positiv getestet zu arbeiten, wird das Fass zum Überlaufen bringen.“ Ähnlich verläuft die Diskussion bei den Lehrern. Paul Kimberger, der oberste Lehrervertreter, kann sich nicht vorstellen, dass infizierte Pädagogen unterrichten und begründet es deutlich: „Das würde nie von Eltern und Lehrern akzeptiert werden.“ So sieht es offenbar auch der Bildungsminister. In der ORF-Pressestunde hatte Martin Polaschek gemeint, man müsse sich überlegen, „ob es gut ist, wenn Kinder mit positiven Lehrern in Kontakt kommen.“ Nein, ist es natürlich nicht. Aber noch viel mehr fragt man sich: Ist es gut, wenn Spitalspatienten mit positiven Ärzten oder Schwestern in Kontakt kommen? Nein - eine Binsenweisheit.

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Mysteriöses „Z“. Mit Symbolen zieht man gerne in den Krieg. Einst versuchte Hitler mit dem Hakenkreuz die ganze Welt zu unterjochen. Jetzt versucht Putin zumindest die Ukraine zu unterjochen - seine Truppen schmücken sich gerne mit einem an Zorro erinnernden „Z“. Es wird auf Kriegsgerät ebenso gemalt wie auf Kleidungsstücke. Auch von Balletttruppen wurde es bereits dargestellt. Interpretiert wird die Verwendung des Buchstaben, den es im kyrillischen Alphabet gar nicht gibt, mit „za pobedy“ („für den Sieg“). Man sieht ihn freilich auch auf gestrandeten Armee-Lastwagen oder abgeschossenen Panzern. Viele dieser gekaperten Kriegsgeräte reparieren die Ukrainer, übermalen das mysteriöse  „Z“ mit ihren gelb-blauen Landesfarben. Und bringen Panzer und manches mehr wieder zum Einsatz - „für den Sieg“…

Einen schönen Dienstag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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