Prozess in Innsbruck

Mann drohte Polizisten während Rettungsfahrt

Tirol
02.03.2022 19:00

Unter Einfluss von starken Medikamenten und Unmengen von Alkohol musste ein Tiroler von der Rettung abgeholt werden. Er attackierte eine Polizistin und bedrohte während der Fahrt Polizeibeamte. Vor Gericht kann er sich an fast nichts mehr erinnern - und gesteht.

Es war eine lange Nacht. „Ich habe durchgesoffen“, erzählt der angeklagte Tiroler. Beim Fußball, im Vereinslokal, an der Tankstelle, im Ort. Eine ganze Schnapsflasche habe er allein geleert. Das ist schlecht, aber noch schlechter in Kombination mit starken Antidepressiva.

„Brutale Lücken“
Die Polizei musste ausrücken und Pfefferspray einsetzen! Der Angeklagte bedrohte und attackierte die Beamten. Als die Rettung den Mann abtransportierte, sei er „in Handschellen auf die Bahre gefesselt“ worden. Genau könne er sich nicht mehr erinnern, er habe „brutale Lücken“.

Jedoch geht er davon aus, eine Panikattacke bekommen zu haben - der eigentlich friedfertige Mann ist seit Herbst krankgeschrieben und befindet sich in Behandlung. Eine diversionelle Erledigung war möglich. Er muss 700 Euro zahlen.

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