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18.05.2011 11:09

Online-Kriminalität steigt: Die besten Tipps der Polizei

Straftaten im Internet sind in den vergangenen Jahren zahlreicher und raffinierter geworden. Es sei eine zunehmende Professionalisierung und internationale Organisierung der Tätergruppen zu beobachten, warnte das Bundeskriminalamt am Dienstag aus Anlass der Ausforschung einer deutsch-österreichischen Internet-Betrügerbande (siehe Infobox). Die Polizei hat einige Tipps für Nutzer parat:
  • Verwende einen Virenschutz und führe regelmäßig Updates durch.
  • Aktualisiere deine Software wie z.B. das Betriebssystem und den Browser. Die Hersteller stellen in regelmäßigen Abständen kostenlose Updates zur Verfügung, die Sicherheitslücken im System beheben.
  • Verwende beim Internetsurfen eine Firewall und schütze damit den PC vor gefährlichen Daten oder ungewollten Zugriffen. Solche Programme sind sowohl im Handel als auch kostenlos als Freeware zu erhalten.
  • Sei bei der Weitergabe deiner E-Mailadresse oder bei der Eintragung deiner Daten in Internetformulare vorsichtig. Geh immer davon aus, dass deine Daten weitergegeben und missbraucht werden können.
  • Übermittle nicht ohne Weiteres vertrauliche Daten, wenn du per E-Mail dazu aufgefordert wirst. Halte in solchen Fällen Rücksprache mit dem Absender und überprüfe die Seriosität des Mails.
  • Speichere keine Passwörter (auch nicht PIN und TAN fürs Bankkonto) auf dem PC. Mitarbeiter von Banken werden dich nie nach Zugangsdaten fragen. Anfragen per Mail kommen fast immer von Betrügern.
  • Verwende sichere Passwörter. Es bewähren sich Passwörter mit acht oder mehr Stellen, die aus Kombinationen von Buchstaben und Ziffern bestehen.
  • Öffne keine Anhänge von E-Mails, deren Herkunft du nicht kennst. Es könnten sich Viren, Würmer oder Trojaner darin verbergen.
  • Sichere regelmäßig deinen Datenbestand und erstelle Sicherungskopien, damit du die Daten im Falle eines Verlustes anstelle der Originale verwenden kannst.

Die Verwendung hoch entwickelter Softwareprogramme erschwere die Arbeit der Kriminalisten, so das Bundeskriminalamt. "Die von den Tätern hinterlassenen Computerspuren sind im Internet durch eigens verwendete Verschlüsselungssoftware sehr schwierig zu verfolgen", sagte Rudolf Unterköfler vom BK.

Im Bereich der IT-Kriminalität wurden laut BK im Jahr 2001 in Österreich 38 Straftaten zur Anzeige gebracht, 2005 waren es 2.453 Fälle, im Jahr 2010 bereits 4.450. In den ersten drei Monaten des Jahres 2011 wurden 1.129 Delikte angezeigt. Die Aufklärungsquote lag im ersten Quartal dieses Jahres bei 44,4 Prozent. In absoluten Zahlen zählen der Betrug durch Internetauktionen (1.874 angezeigte Fälle im Jahr 2010) bzw. der Betrug durch Missbrauch des Internets (1.490 Fälle im Jahr 2010) zu den am häufigsten begangenen Delikten.

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