Guten Morgen

Befreiungsschlag | Freiheitstag

Kann man nun ja wirklich nicht behaupten, dass die Regierung mit den Landeshauptleuten im Schlepptau in Sachen Pandemiebekämpfung in letzter Zeit alles richtig gemacht hätte. Vermurkste Impfpflicht, vermurkste Implotterie, anhaltendes Chaos bei den Beschränkungen, die gefühlt wöchentlich geändert werden, anhaltendes Chaos bei den Tests in einigen Bundesländern, eine längst unüberschaubare Zahl an Kommissionen und Gremien - und all das bei anhaltend extrem hohen Infektionszahlen. Was tut man in so einer Situation? Man sucht nach dem Befreiungsschlag! Und verkündet also die große „Befreiung“ von den Maßnahmen. Entkoppelt sich dabei ein gutes Stück weit von den Experten, die zur Vorsicht mahnen und lockert bereits ab dem kommenden Samstag (außer in Wien), um ab dem 5. März so gut wie alle Maßnahmen fallen zu lassen. Das finden viele gut. Aber ob es für die gestresste Regierung wirklich zum Befreiungsschlag taugt?

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Freiheitstag. „Freiheit war bei der gestrigen Pressekonferenz der Bundesregierung ein Schlüsselwort“, schreibt denn auch Conny Bischofberger in ihrer Moment-Kolumne in der heutigen „Krone“. Sie verweist darauf, dass der Kanzler sagte, das Virus habe uns die Freiheit genommen, und diese Freiheit werde uns jetzt zurückgegeben. Bischofberger macht darauf aufmerksam, dass Freiheit ein großes Wort sei und resümiert: „Heute liegen zwei schwierige Jahre der Pandemie hinter uns, geprägt von vielen Einschränkungen und lästigen Regeln. In dieser Zeit mussten wir tatsächlich einiges hinnehmen, wie es nun einmal war… Nun kehren wir langsam zurück in unser altes Leben, und das ist wundervoll. Aber als großer Freiheitstag wird der 5. März 2022 nicht in die Geschichte eingehen.“ Da hat sie recht: Von solchen großen Verkündungen haben wir schon genug gehört!

Einen schönen Donnerstag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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