Am 19. September 1991 entdeckten Helmut und Erika Simon aus Nürnberg am Hauslabjoch eine mehr als 5.000 Jahre alte Gletschermumie. Ötzi, der Mann aus dem Eis, löste daraufhin eine bisher beispiellose archäologische Auseinandersetzung mit der Jungsteinzeit aus.
Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse entstand im Jahr 2000 in Umhausen das Ötzidorf, das sich unter permanenter Begleitung durch das Institut für Archäologie der Universität Innsbruck seither ständig weiterentwickelte.
Schauraum, Schmelzplatz und Schamanenhütte
Das Fund-Jubiläum steht heuer im Ötzidorf natürlich im Mittelpunkt. Wie GF Leonhard Falkner bei der Wiedereröffnung am Samstag erklärte, gibt es heuer einige Neuerungen. Wie zum Beispiel den völlig neu gestalteten Schauraum, einen neuen Kupferschmelzplatz zum Bleigießen oder die neue Schamanenhütte.
Nachwuchs gab es übrigens auch bei den Urrindern. Kalb Nummer 7 erblickte am 26. April das Licht der Welt. Doch auch Soay-Schafe, Przewalski-Pferde, Wollschweine und die Bloebe-Ziege sorgen im Ötzidorf für Staunen. "Wir wollen das Dorfleben in seiner Gesamtheit zeigen", so Falkner. Ab sofort hat man wieder täglich von 9.30 bis 17 Uhr die Möglichkeit dazu. Infos: www.oetzi-dorf.at
von Markus Gassler und Andreas Fischer, "Tiroler Krone"
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