Gesundheitsvorsorge

So bleiben Sie auch im Alter vital

In den „goldenen“ Jahren muss besonders auf ausreichende Bewegung und richtige Kost geachtet werden, um die Leistungsfähigkeit lange zu erhalten.

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Sie brauchen natürlich nicht mit 55 Jahren zum Marathonläufer werden. Täglich 30 Minuten schnell gehen ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung. Zu den weniger schönen Seiten des Alters gehört nämlich, dass die Fettmasse hormonbedingt zu- und der Anteil an Muskeln abnimmt. Gezieltes Krafttraining formt und stützt den Körper. Pilates-Training hat einen ähnlichen Effekt. Auch Yoga wird verjüngende Wirkung nachgesagt. Dafür sind in Coronazeiten die eigenen vier Wände ideal.

Unser Gehirn liebt körperliche Aktivitäten
Demenz mit Sport bekämpfen. Als Gefahr für Alzheimer-Erkrankung gelten neben Alter, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit auch Bewegungsmangel. Eine Untersuchung zeigte, dass Inaktivität der bedeutsamste Risikofaktor für geistigen Abbau ist, wie das Deutsche Gesundheitsportal berichtet. „Zahlreiche Studien belegen aber auch, dass beginnende Demenz durch regelmäßige Bewegung positiv beeinflusst werden kann“, erklärt Prof. Dr. Richard Dodel, Universität Duisburg (D). „Die positiven Effekte von Sport auf die kognitive Leistungsfähigkeit sind gut belegt, so dass wir jedem empfehlen, körperlich aktiv zu sein.“ Auch jetzt im Winter gibt es genügend Möglichkeiten, im Freien aktiv zu werden: Lang- oder Eislaufen, Rodeln und Schneeschuhwandern. Langlaufen ist z. B. ein optimales Ganzkörpertraining. Ausdauer, Technik, Kräftigung und Gleichgewicht spielen dabei eine zentrale Rolle. Wer immer schon Alpinskifahrer war, kann auch im Alter noch die „Bretteln“ anschnallen.

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Zahlreiche Studien belegen aber auch, dass beginnende Demenz durch regelmäßige Bewegung positiv beeinflusst werden kann.

Prof. Dr. Richard Dodel, Universität Duisburg (D)

Vom Arzt checken lassen, was möglich ist
Sie sollten nicht direkt mit einem neuen Sportprogramm loslegen. Lassen Sie sich zunächst bei einem Arzt untersuchen. Wichtig ist das vor allem in diesen Fällen:

  • Sie haben jahrelang keinen Sport mehr gemacht.
  • Es bestehen Vorerkrankungen. Hier sollte Sie Ihr Arzt über Ihre Belastungsgrenzen aufklären und Ihnen geeignete Sportarten empfehlen.
  • Sie wissen nicht, wie es um Ihre Fitness bestellt ist? Schließen Sie mit einem Check-up aus, dass Sie sich zu sehr belasten und gesundheitliche Risiken in Kauf nehmen.

Ernährung spielt auch eine wichtige Rolle
Im Alter wird Eiweiß häufig zu wenig aufgenommen. Durch einen Mangel schreitet der natürliche Muskelabbau schneller voran, das Verletzungsrisiko steigt, und die Lebensqualität sinkt. Ab dem 50. Lebensjahr gehen 1-2 Prozent Muskelmasse pro Jahr verloren. Das ist zwar ein natürlicher Vorgang, der aber mit rechtzeitiger Zufuhr von Eiweiß zumindest gebremst werden kann. Hülsenfrüchte, Fisch, mageres Fleisch, Eier sowie Milch- und Getreideprodukte gehören daher regelmäßig auf den Speiseplan.

Karin Rohrer-Schausberger
Karin Rohrer-Schausberger
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Donnerstag, 26. Mai 2022
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