Kennen Sie sich nun aus bei Omikron? Kann man sich quasi „mir-nix-dir-nix“ damit infizieren lassen, weil eh nicht viel passiert? Oder müssen wir die extrem hohen Ansteckungszahlen doch sehr ernst nehmen und alarmiert sein? In der heutigen „Krone“-Ausgabe versuchen wir aufzuklären - mit dem Wissenstand von gestern. Die Rahmenbedingungen: tatsächlich extrem hohe Infektionszahlen, gestern wieder mehr als 16.000 innerhalb von 24 Stunden, die Inzidenz liegt nun schon bei fast 1300, höher als jemals zuvor. Gleichzeitig sind die Belagszahlen in den Krankenhäusern erfreulich niedrig. In den österreichischen Intensivstationen zählt man derzeit schon weniger als 200 Corona-Patienten, im November waren es fast drei Mal so viele. Und doch: Gefahr droht vor allem durch eine hohe Zahl an Infizierten plus Menschen, die als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen - trifft es viele vom Krankenhauspersonal, dann kann es dort rasch wieder zur Überlastung kommen. Doch man darf weiter auf die Erfüllung der Frohbotschaft hoffen, dass Corona durch eine hohe Durchseuchung und gleichzeitig eine hohe Impfquote nach Omikron zu einer „normalen“ Krankheit werden könnte. Freilich hat uns dieses Virus mit allen seinen Mutationen schon mehrfach überrascht….
Erschüttertes Paradies. Langsam lichten sich die Nebel nach dem dramatischen Vulkanausbruch des Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai im Südsee-Archipel Tonga. Noch immer fehlt ausreichender Kontakt zu diesen fernen Inseln, um die Verwüstungen in dem Paradies einschätzen zu können. Die Inselgruppe ist nämlich von der Umwelt abgeschnitten, weil durch den Vulkanausbruch auch ein wichtiges Unterseekabel, die Verbindung zum Rest der Welt, gekappt wurde. So viel scheint gesichert: Das ganze Inselreich liegt unter Vulkanasche begraben, welche Schäden durch einen auf den Ausbruch folgenden Tsunami entstanden sind, lässt sich auch noch nicht näher abschätzen. Und weitere Ausbrüche des Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai drohen. Dem fernen Geschehen widmet sich heute auch „Krone“-Kolumnistin Franziska Trost, die an die für Europa schwerwiegenden Folgen des Ausbruchs des indonesischen Vulkans Tambora im 19. Jahrhundert erinnert, der in Europa für ein „Jahr ohne Sommer“, vor allem ohne Sonne gesorgt hatte. Als schwere Unwetter über Europa zogen und die Ernten durch die Verdunkelung fast vollständig ausfielen. Trost schreibt: „Diese gewaltige Kraft hat der Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai wohl nicht - und doch waren die Druckwellen bis Österreich spürbar. Das andere Ende der Welt - es liegt im Antlitz solcher Naturkatastrophen plötzlich sehr nahe. Und erinnert daran, wie sehr die Erde in all ihren Ereignissen auch ohne Kabel vernetzt ist.“ Ja, so ist es!
Einen schönen Mittwoch!
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