Nach einigem Hängen und Würgen und nach der Entlassung des Bundeskanzlers aus der Corona-Quarantäne präsentierten Karl Nehammer und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein den Gesetzesentwurf zur Impfpflicht. Man kann es einen Durchbruch nennen, weil auch die SPÖ-Abgeordneten und die meisten Neos-Abgeordneten mit im Boot sind. Man kann das Gesetz zahnlos nennen. Oder, so wie wir es in unserer heutigen Ausgabe tun, als „Start auf die sanfte Tour“ bezeichnen. Denn gestraft wird frühestens ab Mitte März, so richtig los mit der Nachverfolgung der Ungeimpften kann es durch die noch fehlende technische Umsetzung ohnehin erst noch später gehen. Viele wichtige Punkte bleiben außerdem noch ungeklärt. Etwa, welche Ausnahmen von der Impfpflicht gelten werden und wie und von wem diese bescheinigt werden. Auch welche Impfquote man mit der Pflicht überhaupt erreichen möchte, blieb noch offen. Da wird also noch einiges Wasser die Donau und all die anderen heimischen Flüsse hinunterrinnen, bevor die Impfpflicht wirklich wirkt. Man probiert´s eben auf die österreichische Tour - auf die sanfte…
Gegen Djokovic. Irgendwie drehte sich gestern wieder fast alles rund um Corona. Kein Wunder, dreht sich unser aller Leben doch mittlerweile - von den milderen Sommerpausen einmal abgesehen - ja auch permanent rund um das Virus, seine Bekämpfung, die Beachtung der Beschränkungen, die Folgen der Pandemie und der Regeln. Hinzu kommt für nicht wenige auch noch die Ablehnung und oft auch Bekämpfung der Regeln. Einer, der mit den Regeln seine liebe Not hat und mit der Impfung sowieso ist der serbische Tennis-Star Novak Djokovic. Nach tagelangem Hin und Her haben die australischen Behörden offensichtlich endgültig beschlossen, den ungeimpften und unter Verwendung einiger Tricks eingereisten Tennis-Superstar nicht bei den Australian Open antreten zu lassen. Eine starke Mehrheit der von strengen Corona-Bestimmungen gebeutelten Australier hatte sich in Umfragen für die Ausweisung des Tricksers Djokovic ausgesprochen. Die Stimmung in Österreich scheint die selbe zu sein. Wir fragten via krone.at, ob die Ausweisung des Tennis-Stars durch die australischen Behörden eine korrekte Entscheidung sei. Da antworteten fast 60.000 User - und mehr als 80 Prozent sagten „Ja“. Für Menschen, die für sich selbst Sonderregeln beanspruchen hat man eben auch hierzulande wenig Verständnis.
Einen schönen Montag!
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