12.01.2022 12:23 |

„Gewaltige Leistung“

2G-Kontrolle im Handel: 180 Verstöße am ersten Tag

Seit Dienstag wird im Handel die 2G-Regel scharf kontrolliert. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) zog am Mittwoch eine erste Bilanz: So gab es am ersten Tag 33.000 Kontrollen, 180 Mal wurden Verstöße festgestellt. Karner sprach von einer „gewaltigen Leistung“ der Polizei. Lob gab es auch für die Mitarbeiter im Handel und Kunden. Der Kontrolldruck soll laut Karner aufrechterhalten bleiben. 

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Einzelhändler sind seit Dienstag verpflichtet, von Kunden einen Nachweis der Impfung oder Genesung zu verlangen - spätestens an der Kassa. Die Regel gilt auch in Dienstleistungsbetrieben. Viele Händler, insbesondere Einkaufszentren, setzten für die Kontrollen Stempel, Schleusen und teils auch Securities ein.

Video: So kontrolliert Polizei 2-G-Regel im Handel

„Kontrollen funktionieren in einem hohen Maße“
Karner bekräftigte neuerlich, dass die Polizei eine „Aktion scharf“ gegen jene, die sich nicht an die Regeln halten, mache. Das sei gleichzeitig eine „Aktion Fairness“ für jene, die sich an die Maßnahmen halten. Der erste Tag habe gezeigt, dass die Maßnahmen ernst genommen werden. Der Handel und Kunden hätten sich kooperativ gezeigt. „Die Kontrollen funktionieren in einem hohen Maße“, so der Innenminister am Mittwoch nach dem Ministerrat. Er führt das auf die enge Kooperation mit den Handelsunternehmen und Verständnis der Bevölkerung zurück. Die Polizei sehe sich hier als Partner der Handelsbetriebe.

Schulveranstaltungen sollen wieder möglich werden
Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) gab bei der Pressekonferenz bekannt, dass ab dem Sommersemester Schulveranstaltungen - sollte es die epidemiologische Situation zulassen - wieder möglich sein sollen. „Die Schüler waren solidarisch und haben die Maßnahmen mitgetragen. Nun müssen wir da sein, um negative Auswirkungen auf Bildung und Gesundheit zu verhindern.“ Schulveranstaltungen (Skikurse, Sportwochen) sollen bis zum Sommersemester 2023 mit 500 Euro pro Klasse unterstützt werden. Dies sei ein „ganz wichtiges Signal für die Schüler, dass sie gemeinsam wieder etwas außerhalb der Schule unternehmen können“, so Polaschek. Derzeit sind Schulveranstaltungen noch pandemiebedingt untersagt.

Förderstunden an Schulen werden verlängert
Mit den zusätzlichen Förderstunden (im Schnitt zwei pro Woche an Volksschulen und 1,5 in anderen Klassen) sollen die durch die Corona-Pandemie entstandenen Lerndefizite abgefedert werden. Vorrangig zugutekommen sollen die Stunden dabei Standorten mit einem erhöhten Förderbedarf der Schüler bzw. Brennpunktschulen. Dafür werden rund 109 Millionen Euro aufgewendet. 4,5 Millionen Euro fließen außerdem für Ergänzungsunterricht für Maturanten bereits in den letzten beiden Unterrichtswochen der Abschlussklasse.

Kampagne für Bewegung und Sport
Zudem soll eine Kampagne für Bewegung und Sport gestartet werden. Fünf Millionen Euro sollen dafür zur Verfügung stehen. „Durch die Pandemie hat auch die Gesundheit der Schüler massiv gelitten. Dem wollen wir nun entgegentreten.“ Bei den an den Schulen durchgeführten Antigentests sind an den ersten beiden Tagen nach den Weihnachtsferien rund 2300 Infektionen festgestellt worden. 

Mückstein: „Allen Menschen ein gesundes Leben ermöglichen“
„Mein Ziel ist es, allen Menschen in Österreich ein gesundes Leben zu ermöglichen“, ergänzte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Die Folgen in der „jüngsten Bevölkerungsgruppe“ haben „höchste Priorität“. Sein großes Ziel sei es präventiv zu handeln und nicht „Gesundheitsreparatur“ zu betreiben. Die Pandemie werde uns aber noch weiter begleiten. Auch in der psychosozialen Gesundheit werde man Auswirkungen spüren. Gerade „die Jüngsten“ sind davon betroffen. Psychische Erkrankungen hätten stark zugenommen, dagegen müsse man etwas tun.

Derzeit laborieren 96.548 Menschen in Österreich an einer Infektion. Und das sind wieder um 11.922 Fälle mehr als am Tag zuvor. „Mit Delta hätten wir Anfang Dezember eine gute Ausgangslage gehabt, aber dann kam Omikron und hat alles durchgemischt“, sagte Mückstein.

„Wir fahren auf Sicht“
Dennoch seien weitere Verschärfungen nicht nötig, weil die Auslastung der Intensivstation derzeit bei zwölf Prozent liege. Bei Delta sei jeder vierte Hospitalisierte auf der Intensivstation gelandet, bei Omikron ist es nur jeder zehnte. „Wir fahren auf Sicht.“ Die heutigen Rekordzahlen seien bei der Entscheidung über die geltenden Maßnahmen berücksichtigt, so der Minister. Der Weg aus der Pandemie bleibe die Impfung, bekräftigte Mückstein und kündigte eine Informationskampagne in den kommenden Wochen an. „Das wichtigste Thema beim Impfen ist Information:“

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