Neues Ausstellungsjahr

Frauen im Fokus der Linzer Museen

Weibliche Kunst und Feminismus liegen im neuen Ausstellungsjahr ganz im Fokus der Linzer Museen Lentos und Nordico. Corona schmerzte 2020 und 2021 finanziell und bei den Besucherzahlen, doch 2022 erhofft man sich, dass bis zu 85 Prozent der Besucher eines „Vor-Corona-Jahres“ begrüßt werden können.

Neun Wochen blieben die Linzer Museen im vergangenen Jahr coronabedingt geschlossen, in der restlichen Zeit kamen 40.000 Besucher - zwar nur rund 60 Prozent eines „normalen“ Besuchsjahrs, doch schon eine Aufwärtsbewegung gegenüber 2020, als nur ein Drittel der üblichen Besucher kam, sagt mit Gernot Barounig der Kaufmännische Direktor der Museen. Für 2022 hofft er, 85 Prozent der vor Corona üblichen Kulturfans anlocken zu können. Finanziell bleibt es schwierig: 2021 entfielen rund 100.000 Euro an Erlösen, für 2022 wurde die Basisfinanzierung dazu um 150.000 Euro gekürzt.

Dennoch will man hoffnungsvoll ins neue Ausstellungsjahr starten, das ganz im Zeichen weiblicher Kunst steht. Im Lentos startet man mit Bauhaus-Schülerin und Holocaust-Opfer Friedl Dicker-Brandeis (ab 28. Jänner): „Diese Ausstellung, zu der sehr viel recherchiert und aufgearbeitet wurde, wird sicher einschlagen“, freut sich Direktorin Hemma Schmutz auf die baldige Eröffnung. Es folgt „Inge Dick. Farben des Lichts“ (ab 18. März), eine Werkschau zu Iris Andraschek (ab 16. Juni) sowie zu Herbert und Joella Bayer (ab 30. September), bevor im Herbst eine Schau das künstlerische Leben von Karl Hauk in Linz beleuchtet (ab 14. Oktober).

Die Landeshauptstadt und ihre aktive Künstlerinnenszene stehen auch im Nordico im Mittelpunkt: Ab 20. Mai will man mit „Auftritt der Frauen. Künstlerinnen in Linz 1851-1950“ nicht weniger als eine „Korrektur der lokalen Kunstgeschichtsschreibung“ vornehmen. „What the fem?“ fragt dann ab 28. Oktober im Nordico nach dem Feminismus-Begriff in Kunst und Gesellschaft. 

www.lentos.at

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